Bayerischer
Leichtathletik-Verband

Gedanken zum Coaching

 

Skript zur B-Trainerausbildung
(A. Knauer)

Definition

Unter Coaching versteht man die Betreuung und Beobachtung von Athleten während des Trainings und im Wettkampf. Mittels verabredeter Zeichen (…) soll der Athlet zur Zeit des Wettkampfs in der Lage sein, technische und taktische Fehler zu korrigieren, um ein optimales Wettkampfresultat zu erzielen. Ebenfalls zu Coaching zählt die Einstellung auf die Wettkampfbedingungen, taktische Anweisungen, psychologisches Einfühlungsvermögen bei Erfolg oder Misserfolg und Eingehen auf die Persönlichkeit des Athleten. (nach A. C. Fischer, 1976 und G. McKlevery, 1980)

Coaching ist ein Betätigungsfeld, auf dem der Trainer die konditionellen Qualitäten und technischen Fertigkeiten des Athleten umsetzt in Leistung und Erfolg. (Mallow, 2002)

Dazu gehört:

"Du kannst" - "Du willst" - "Du wirst"

muss umgeformt sein zu

"Ich kann" - "Ich will" - "Ich werde"

Sein Schützling muss selbstbewusst sein!

Dazu gehört nicht:

Alle diese Faktoren sind „Nervös-Macher“!


Im Training:

Das bedeutet, dass der Athlet Selbständigkeit bereits im Training lernen muss, besondere Situationen vorwegnehmen muss, ausprobieren muss, mit besonderen Umständen zurecht zu kommen:

„Trainingswettkämpfe“ organisieren / Wettkampf simulieren!

Im Wettkampf:

Je jünger die Sportler sind, um so günstiger ist es, sie in Gruppen einzubinden; nicht der Clan Familie/Trainer, sondern die Gruppe der Sportler gibt die Möglichkeit, nicht dauernd Mittelpunkt zu sein, um den sich alles dreht.

Auch und gerade beim Wettkampf sollte der Athlet möglichst selbständig agieren (und nicht reagieren)!

Hinweise zur Anlaufkontrolle ja
Erinnern an eine typisches Problem, welches beachtet werden muss ja
Fehlerkorrektur nein
Ständig neue Hinweise nein

Nicht jeder Versuch muss kommentiert werden!

Die Trainer sollten folgenden Leitspruch beherzigen:

  1. Der Trainer macht das Training
  2. Den Wettkampf macht der Athlet!

Allerdings:

Meistens wird aber die Selbständigkeit von Sportlern und Athleten unterschätzt; gleichzeitig nehmen sich die Trainer häufig zu wichtig.

Coaching ist dann erforderlich, wenn es sich beim Wettkampf auf wenig unmittelbar verwertbare Hinweise beschränkt (etwa Wind; Anlaufkorrektur; Dynamik!)