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Vielseitiges Programm beim zweiten E-Kaderlehrgang der niederbayerischen Leichtathleten in Landau

Zum zweiten E-Kaderlehrgang der Jahrgänge 1999 und 2000 konnte E-Kader-Koordinatorin Steffi Schwaiger über 20 Leichtathletinnen und Leichtathleten in der Dreifachturnhalle in Landau an der Isar begrüßen. Außerdem nahmen auch einige Eltern und Trainer teil, die einen vielseitigen Trainingstag miterlebten.

Zu Beginn des Lehrgangs wurden die gemeinsamen E-Kader-T-Shirts verteilt, über die sich die Athleten sehr gefreut haben. Anschließend folgte eine kurze Begrüßung durch Steffi Schwaiger und eine kurze Erläuterung des Trainingsprogramms des Lehrgangs. Anschließend wurde ein spielerisches Aufwärmprogramm (Würfelbiathlon, „Wachsen und Schrumpfen“) durchgeführt. Danach wurde nochmal ein kleines Namensspiel gemacht, da sich im E-Kader Jugendliche aus 13 verschiedenen Vereinen befinden und sich noch nicht so gut kannten.

Dann folgten Gymnastik- und Kräftigungsübungen mit dem Turnstab. Im Vordergrund standen dabei das Dehnen möglichst vieler Muskelgruppen und die Kräftigung von Bauch- und Rückenmuskulatur. Vor allem die Benutzung eines Gymnastikstabes war für viele Athleten eine willkommene Abwechslung zum normalen Trainingsalltag.

Für den restlichen Vormittag wurden zwei Gruppen gebildet, die nach jeweils einer Stunde wechselten. Während sich die eine Gruppe mit verschiedenen Ballspielen beschäftigte, ging es für die andere um Koordination/Sprint und Hürdenlauf. Ballspiele gehören ja immer wieder zum Trainingsplan eines Leichtathleten. Um mehr Abwechslung zu erreichen, wurden bei diesem Lehrgang einige Variationen zu bekannten Ballspielen durchgeführt. Dies waren z.B. die Brennballvariation „Alaska“, eine Völkerballvariante mit Langbänken und zwei Bällen und das Spiel „Touch Down“, eine kindgerechte Form von Rugby, bei der man sich nur durch Wurfkombinationen und nicht durch Laufen der Endzone nähern durfte.

Die zweite Gruppe begann mit verschiedenen Lauf-Abc-Übungen, um die Koordination zu verbessern. Das besondere hierbei waren die unterschiedlichen Armhaltungen (z.B. nach oben/seitlich gestreckt) und das Überqueren von Blockz (Schaumstoffbalken, ca. 20 cm hoch), die den Rhythmus und die Schrittlänge vorgegeben haben. Anschließend wurden einige Sprints durchgeführt, ebenfalls mit der Hilfe von Blockz. Je nach Sprintfähigkeit wurden hier Schrittlängen von 1,70m bis 2m realisiert. Der zweite Teil beschäftigte sich mit dem Hürdenlauf. Um sich an die 76cm hohen Hürden zu gewöhnen und die richtige Technik zu schulen, wurden zuerst ausführliche Einführungsübungen (z.B. Übergehen, seitliches Übergehen, frontales Überlaufen) durchgeführt. Danach wurden die Hürden noch in verschiedenen Rhythmen (5er-, 4er, 3er-, wilder Rhythmus) überlaufen.

Während des Vormittag-Trainings gab es für die mitgereisten Trainer und Eltern einen kleinen Vortrag zum Thema Wurf. Thomas Emberger (Bezirkstrainer und B-Trainer Wurf) gab eine grundlegende Einführung in die „Allgemeine Wurfschulung“ im Schülerbereich und zur „Methodik des Kugelstoßens und Diskuswerfens“. Hierbei wurden auch viele Tipps zum Heimtraining weitergegeben.

Nach einer kurzen Mittagspause folgte ein gemeinsames Aufwärmen im Raster (siehe Foto 2), wobei verschiedene Koordinations- und Laufübungen im Mittelpunkt standen. Danach wurden die jungen Sportler in drei Gruppen aufgeteilt, die nach jeweils 45 Minuten die Disziplin wechselten. Im ersten Block standen grundlegende Übungen zum Bodenturnen auf dem Programm. Hierbei wurde eine Vielzahl von Übungen durchgeführt: Körperspannungsübungen, Handstand mit Abrollen, Rad, Radwende, Rolle vorwärts, Rolle rückwärts, Flugrolle, Rolle rückwärts in den Handstand, Brücke, Partnerrolle. Alle Übungen wurden meist sehr gut bewältigt, nur die Partnerrolle setzte die Athleten vor kleinere Schwierigkeiten, doch nach längerem Üben konnte auch hier erste Erfolge erzielt werden.

Die zweite Gruppe erhielt eine Einführung in das Diskuswerfen und in die dazugehörige Drehung. Zuerst wurden vorbereitende Übungen aus dem Wurf-Abc durchgeführt, bevor dann mit dem spielerischen Erlernen der Diskusdrehung begonnen wurde. Es wurde mit Reifen und Fahrradreifen gearbeitet, so dass zum Schluss der Standwurf und die 5/4-Drehung in Grundform beherrscht wurden.

Die dritte Gruppe widmete sich dem Weitsprungtraining. Als Vorübungen wurden kleine Sprünge (beidbeinig, einbeinig) durchgeführt, diesen folgten Sprungläufe und Steigesprünge. Anschließend gab es einige Anlaufübungen aus dem Knieheber. Den Höhepunkt bildete der stufenweise Aufbau einer Kastentreppe (steigern von einem Kastenteil bis hin zu vier Kastenteilen) und dem Sprung in einen Mattenberg. Zusätzlich wurde der Anlauf sukzessive erweitert. Abschließend wurde ein kleiner Sprungwettbewerb durchgeführt, bei dem die Athletinnen und Athleten über eine Schnur in ca. 1,60 m Höhe springen mussten.

Zum Abschluss des spannenden und vielseitigen Lehrgangs wurde noch ein gemeinsames Foto mit den neuen E-Kader-T-Shirts gemacht. E-Kader-Koordinatorin Steffi Schwaiger dankte den anwesenden Athleten, Trainern und Eltern für ihre Teilnahme am Lehrgang. Ein besonderer Dank galt ihren Bezirkstrainerkollegen Steffi Werkstetter, Thomas Emberger und Andreas Schaub für die Durchführung der einzelnen Trainingsschwerpunkte.

Für die weiteren zwei Lehrgänge hofft Schwaiger auf ähnlich hohe Teilnehmerzahlen und auf hoffentlich viele Anregungen für das Training in den Heimatvereinen. Der nächste E-Kader-Lehrgang findet am 27.01.2013 in der Werner-von-Linde-Halle in München statt, gemeinsam mit den Bezirken Oberbayern und Schwaben. In dieser speziellen Leichtathletikhalle steht eine Einführung in die Grundtechniken aller Disziplinen auf dem Programm. Die Schwerpunkte liegen auf dem Hochsprung, dem Weitsprung, dem Hürdenlauf und dem Kugelstoßen.