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13.01.14 22:24 Alter: 5 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik
Von: Theo Kiefner/Jörg Stäcker

Nordbayerische Hallen-MS 2014: Winkler, Aubry, Lederer, Antonov und Müller setzen erste Duftmarken

Mit den Nordbayerischen Titelkämpfen der Männer und Frauen sowie der Altersklasse U 18 wurde in der Halle des LAC Quelle Fürth die erste Meisterschaftssaison eröffnet. Mit guten Teilnehmerzahlen, nämlich 356 Starter, und ebenso guten Leistungen gelang den Nordbezirken ein guter Einstieg in die Saison. Dank ihres Heimvorteils erzielten die Sportler des LAC Quelle Fürth einmal mehr die besten Resultate. Mit einigen Ausnahmen.


Mit Erfolg auf die Karte Hürdensprint gesetzt: Katharina Winkler meisterte auch die Umstellung auf die höheren Hindernisse bravourös.

Mit strahlendem Gesicht überquerte Stefanie Müller bei ihrem Debüt im Quelle-Trikot die Ziellinie . . .

. . . und ließ sich anschließend von ihrem Fanclub gebührend feiern.

Zum ersten Mal über die magische Vier-Meter-Marke mit dem Stab: Keno Harms.

Schnellste Frau in der Fürther Halle: Amelie-Sophie Lederer (links). Alle Fotos: Theo Kiefner

In der Halle sind es meist die Sprinter, die für Aufsehen sorgen. Dies war am Sonntag auch in Fürth nicht anders. Bei den Männern zeigten die beiden Jugendlichen Lucien Aubry (LG Erlangen) und Dimitri Antonov (LAC Quelle Fürth), dass mit ihnen auch in dieser Saison zu rechnen ist. Der 18-jährige Aubry gewann die 60 Meter mit neuem Hausrekord und starken 6,95 Sekunden. Damit schaffte er sogar die Norm für die Deutsche Meisterschaft der Erwachsenen in Leipzig. Der ein Jahr jüngere Dimitri Antonov lief mit 7,06 Sekunden auf Rang zwei. Ein guter Einstieg für den Bronzemedaillengewinner der U 18-WM im Dreisprung. „Dafür, dass ich Anfang dieser Woche zwei Tage im Krankenhaus gelegen bin, war das richtig gut“, freute er sich nicht nur über seine Sprintzeit, sondern auch über den Weitsprungsieg mit 6,72 Meter vor seinem Bruder Ivane.

„Beim Krafttraining bin ich bei Kastensprüngen abgerutscht und mir ist die Handel mit 30 Kilo auf den Nacken gefallen“, beschrieb Antonov seinen Trainingsunfall. Die Untersuchung im Krankenhaus ergab außer Prellungen keine Verletzungen. Aber der Schreck war groß.

Genauso jung wie Dimitri Antonov ist Katharina Winkler. Die 17-jährige LAC-Athletin gewann im vergangenen Jahr in der Altersklasse U 18 zwei Bronzemedaillen bei Deutschen Meisterschaften: In der Halle im Hochsprung und im Sommer über 100 Meter Hürden. Die Medaille im Sommer war der Grund für den Umstieg auf die Hürdenstrecken. Am Sonntag deutete sie an, dass es der richtige Schritt auch in Hinblick auf zukünftige internationale Einsätze war. Über 60 Meter Hürden gewann Winkler bei den Frauen in hervorragenden 8,73 Sekunden überlegen den Titel und blieb auch noch unter der Norm für die Frauen-DM. Genau wie Lucien Ambry ist Katharina Winkler Schülerin der Elitesportschule in Nürnberg und profitiert somit vom dualen System Schule und Sport. Auch über 60 Meter zeigte sich „Katha“ stark verbessert. Hier blieb sie als Vierte mit 7,94 Sekunden klar unter der Acht-Sekundengrenze.

Diese Schallmauer bereitete ihre Fürther Staffelkollegin Amelie-Sophie Lederer keine Probleme. Die 19-jährige lief schon im Vorlauf 7,70 Sekunden und auch im Finale wiederholte sie diese Zeit. Dies bedeutete einen klaren Sieg vor Katharina Eich (DJK Weiden; 7,83 Sekunden) und Rebekka Eberle (TV Gunzenhausen, 7,91 Sekunden). Zur DM-Norm fehlten ganze zwei Hundertstel. Diese soll am Wochenende bei den Bayerischen Meisterschaften in München fallen. Auch die U 18-Siegerin Jessica Schottdorf (TSV Bad Kissingen) blieb mit 7.99 Sekunden unter der Acht-Sekunden-Marke. Die Zweite über 60 Meter der Jugend, Elisa Jäger (TV Zeil), gewann anschließend im Alleingang die 400 Meter der U 18 in guten 59.64 Sekunden.

Einen glänzenden Einstand im LAC Trikot absolvierte Mittelstrecklerin Stefanie Müller. Die 21-Jährige gewann die 800 Meter überlegen in 2:10,33 Minuten und stieg damit so schnell wie noch nie in eine Hallen- oder Freiluftsaison ein. Damit hakte die Erlanger Psychologie-Studentin auch gleich die Norm für die Deutschen Meisterschaften ab. Ein Fanclub ihrer Kommilitoninnen sorgte für die richtige Stimmung in der auch sonst gut gefüllten Halle.

Eine beachtliche Leistungssteigerung gelang dem 15-jährigen LAC-Mehrkämpfer Keno Harms im Stabhochsprung. Als Sieger der U 18 steigerte er sich auf 4,10 Meter. Der Nürnberger Sportschulenschüler zeigte sich unter den Augen seines Sportkoordinators demensprechend zufrieden. Barbara Plötz (TV Kötzting) beherrschte die 800 Meter der U 18 in sehr guten 2:19.92 Minuten. Die beste Sprungleistung bei den Frauen ging ganz klar auf das Konto von Sabine Hoja (SWC Regensburg). Die 25-Jährige setzte mit 5,88 Meter eine erste Duftmarke und lag damit vor Julia Hennemann (TSV Ebensfeld), die wenig später den Dreisprung in 12,04 Meter für sich entschied. Eine gute Vorstellung bot auch Karen Ettinger (LAZ Kreis Würzburg) mit 3,62 Meter im Stabhochsprung. Vom selben Club kommt mit Jonas Wohlfahrt auch der 200-Meter-Sieger bei den Männern, während es über 4 x 200 Meter die Würzburger TG 48 war, die den Titel mit an den Untermain nahm.

Gleich drei Staffelsiege gab es für die Sprinterinnen des LAC Quelle Fürth über 4 x 200 Meter. In allen weiblichen Altersklassen (Frauen, U 20, U 18) lief das Quartett des LAC zum Sieg. Dabei erfüllte die U 20-Staffel mit Anika Kirchner, Lia und Theresa Kurz sowie Katharina Winkler die Norm für die Hallen-DM der Jugend, dem U 18-Quartett fehlte mit 1:48,06 Sekunden nur 0,06 Sekunden.