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12.07.15 21:34 Alter: 318 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport
Von: leichtathletik.de/Daniel Stoll

U 23-EM Tallinn: Amelie-Sophie Lederer wird mit der deutschen 4 x 100-Meter-Staffel Europameisterin!

Es ist der größte Tag in ihrem bisherigen Leichtathletik-Leben: Amelie-Sophie Lederer (LAC Quelle Fürth) hat am Sonntag mit der bundesdeutschen 4 x 100-Meter-Staffel bei den U 23-Europameisterschaften in Tallinn (Estland) die Goldmedaille gewonnen. Zusammen mit der gebürtigen Bayerin Alexandra Burghardt (MTG Mannheim), die dreifache Europameisterin Rebekka Haase (LV 90 Erzgebirge) und Anna-Lena Freese (FTSV Jahn Brinkum) blieben die Uhren im Finale bei 43,47 Sekunden stehen.


Rebecca Haase, Alexandra Burghardt, Anna-Lena Freese und Amelie-Sophie Lederer (von links) heißen die neuen U 23-Europameisterinnen über 4 x 100-Meter. Foto: Daniel Stoll

Die deutschen Staffel-Sprinterinnen verteidigten damit ihren Titel bei der U 23-EM. Am Abschlusstag in Tallinn hüllten sich Amelie-Sophie Lederer, Alexandra Burghardt, Rebekka Haase und Anna-Lena Freese nach dem Triumphlauf in 43,47 Sekunden vor Italien (44,06 Sekunden) und der Schweiz (44,24 Sekunden) in die deutsche Flagge und feierten ausgelassen den Team-Erfolg. Denn: Selbstverständlich war die Titelverteidigung für das schnelle und favorisierte Quartett trotzdem nicht. „Ich war vor dem Lauf schon richtig nervös“, gestand Alexandra Burghardt, die 2011 bei der U 20-EM in Tallinn schon zur U 20-Europarekord-Staffel (43,42 Sekunden) gehört hatte.

Wie damals war Anna-Lena Freese am Sonntag Schlussläuferin. „An dieses Stadion habe ich nur gute Erinnerungen“, sagte die 200-Meter-Zweite. Sie war richtig erleichtert, als sie den Staffelstab von Triple-Siegerin Rebekka Haase sicher in der Hand hielt und diesen „nur noch so schnell wie möglich ins Ziel bringen wollte“. Für Startläuferin Amelie-Sophie Lederer war es ein befreiendes Gefühl, nach den Tagen in Tallinn endlich starten zu dürfen.

Vor dem Finale war "Ame" wie alle anderen auch sehr nervös und heilfroh, dass der "innerbayerische" Wechsel auf Alexandra Burghardt so gut klappte. Nach dem Staffeleinsatz Mannheim bei der Juniorengala war es ihr zweiter Wechsel aufeinander. In einer weiß-blauen Auswahl waren die beiden zuvor noch nie gemeinsam gelaufen. Amelia-Sophie Lederer kommentierte ihre erste internationale Medaille kurz mit "großartig" und hoffte dabei, dass ihr Trainer Helmut Vetter in Markt Schwaben bei den Bayerischen Meisterschaften mit dem Handy die Möglichkeit besaß, live dabei zu sein.

Konstatin Wedel enttäuscht über Rang elf

Konstantin Wedel (LAC Quelle Fürth) hatte sich auf ein schnelles Finale über 3000 Meter Hindernis eingestellt. Da aber der bulgarische 8:20-Minuten-Läufer Mitko Tsenov nichts fürs Tempo tun wollte, ging Wedel nach vorn. Diese Tempoarbeit rächte sich am Ende, auf den finalen Runden konnte er nicht mehr zulegen und wurde in 8:53,87 Minuten Elfter. Gegen Mitte des Rennens kam er dann noch bei einem Hindernis ins Straucheln und konnte einen Sturz gerade noch vermeiden. „Mir haben leider die Kräfte gefehlt, vielleicht habe ich am Anfang im Wind zu viel investiert“, sagte Wedel traurig.

Christina Hering wird mit der 4 x 400-Meter-Staffel Vierte

Der finale Frauen-Wettbewerb brachte für die deutsche Mannschaft noch einmal einen vierten Platz. Die 4 x 400-Meter-Staffel in der Besetzung Laura Müller (LSG Saarbrücken/Sulzbachtal), Luisa Valeske (SV schlau.com Saar 05 Saarbrücken), Anna-Sophie Bellerich (SC Rönnau 74) und Christina Hering (LG Stadtwerke München) verpasste den Podestplatz in 3:32,01 Minuten nur um rund 1,2 Sekunden. „Die Zeit geht schon in Ordnung“, sagte Schlussläuferin Hering, die am Samstag über 800 Meter Bronze mit Bestzeit gewonnen hatte.