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30.07.15 10:22 Alter: 2 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Wettkampfsport, Laufsport
Von: Dieter Claus

Bayerische Berglaufmeisterschaften am Tegelberg: Die Platzierung zählt, kein Blick für die Landschaft

Wenn sich die Läufer bei den Bayerischen Berglaufmeisterschaften am Sonntag, 2. August, in Schwangau dem Sportgerät "Berg" widmen, werden sie vermutlich keinen Blick auf die Königsschlösser verlieren, sondern den Fokus auf die Konkurrenz richten. 920 Höhenmeter und acht Kilometer müssen die Berglaufspezialisten absolvieren, bis sie die Tegelbergstation erreicht haben. Wer wird als Erster kurz vor dem Ziel auftauchen und sich Sekunden später als Bayerischer Meister feiern lassen können?


"Die Strecke am Tegelberg ist durchaus selektiv und gerade im oberen Bereich anspruchsvoll", sagt Alexander Hirschberg, der sich am Sonntag mit der LG Allgäu/Kempten vorne platzieren will.

Kein Blick für die schöne Aussicht: So wie hier Ellen Clemens 2012 dürfte auch die anderen Teilnehmerinnen am Tegelberg nur die Aussicht interessieren. Fotos: Dieter Claus

Einen Titel wird sich auf jeden Fall Maximilian Zeus (DJK Weiden) erkämpfen. Der 20-Jährige war bei den Deutschen Meisterschaften zweitschnellster Bayer, gilt als Nachwuchstalent im Berglauf und dürfte am Tegelberg in der U 23 unschlagbar sein. Vielleicht wird er sogar schnellster Läufer bei den Meisterschaften?

Gut in Form gekommen ist in den vergangenen Monaten Fabian Alraun (PTSV Rosenheim). Er könnte sich vereinsintern am Tegelberg als schnellster Rosenheimer präsentieren, zumal sein berglauferfahrener Vereinskollege John Mooney noch an einer Sturzverletzung laboriert und einen großen Trainingsrückstand aufweist. Aber im Team sind die Rosenheimer mit Alraun, Mooney und Winfried Huber die Titelaspiranten.

Berglauf zieht auch häufig Sportler an, die in anderen Sportarten am Berg ausgezeichnete Leistungen gezeigt haben. Dazu gehört in jedem Fall Skibergsteigen. Aus dieser Sportart kommt wie der Deutsche Berglaufmeister 2013, Toni Palzer, auch Toni Lautenbacher (Laufclub Tölzer Land). Man kann gespannt sein, wie Lautenbacher als diesjähriger Deutscher Meister im Skibergsteigen ohne Skier die Höhenmeter bewältigt. Häufig unter den schnellsten Drei eines Berglaufes befanden sich immer wieder Edwin Singer (TV Erkheim) und Alexander Hirschberg (LG Allgäu Kempten). Singer gewann im Vorjahr den Hochgratlauf, Hirschberg wurde neulich am Nebelhorn Zweiter. Am Tegelberg könnte sich für die beiden ein Platz auf dem Treppchen ergeben..

16 Frauen sind für die Meisterschaften gemeldet. Gute Chancen, als Bayerische Meisterin gekürt zu werden, hat dabei Tina Fischl (LG Passau). Sie gewann bereits vor Wochen in Bühlertal bei den Deutschen Berglaufmeisterschaften. Die Hausfrau und Mutter von zwei Kindern betreibt den Berglauf als Ausgleich zum Alltag. Sie kennt den Tegelberg noch nicht, der unter Berglaufspezialisten als durchaus selektiv und im oberen Teil anspruchsvoll gilt. Vielleicht besteigt dann Fischls Teamkollegin Sabrina Prager auch das Siegerpodest. Sie wurde 2007 in Müllheim bei den Juniorinnen Deutsche Vizemeisterin.

Den Streckenrekord hält am Tegelberg mit 40:11 Minuten Helmut Schießl aus Buchenberg bei Kempten. Dieser Rekord könnte am kommenden Sonntag durchaus geknackt werden. Mit an der Startlinie steht nämlich auch Yossief Tekle (LG Reischenau-Zusamtal). Der Asylbewerber aus Eritrea ist bei den Bayerischen Meisterschaften nicht startberechtigt. Er gewann in den zurückliegenden Wochen jeden Berglauf und ist durchaus in der Form, den Rekord von Schießl zu brechen. Bei den Frauen liegt der Streckenrekord bei 47:58 Minuten und wurde von  der Schweizerin Angela Haldimann aufgestellt.