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17.09.15 11:38 Alter: 2 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Laufsport, Senioren- und Breitensport
Von: Dieter Claus

Bayerische 10-Kilometer-Meisterschaften Kemmern: Eine Chance für die zweite Garde

"Where the hell is Kemmern?" Diese Frage hätten sich wahrscheinlich noch vor zehn Jahren die Läufer und Läuferinnen gestellt, wenn sie die kleine Gemeinde im Norden Bambergs als Austragungsort für Meisterschaften gelesen hätten. Doch das ist längst anders. Am Samstag, 19. September, veranstaltet der rührige SC Kemmern die Bayerischen Meisterschaften über 10 Kilometer. Insbesondere die Läuferinnen des SC Kemmern konnten in den vergangenen Jahren ihren Ort als Läuferhochburg bekannt machen.


Das ewige Duell: Auch in Kemmern wollen sich Reinmund Hobmaier (links) und Hans-Joachim Herrmann (rechts) wieder einen spannenden Kampf um den Titel in der Altersklasse M 50 liefern. Foto: Theo Kiefner

Wer in Kemmern beim Kuckuckslauf gestartet ist, dem bleibt die beispielhafte Atmosphäre auf der zwei Kilometer langen Strecke noch lange in Erinnerung. „Dass sich der Bayerische Leichtathletik-Verband entschieden hat, uns mit der Durchführung des Meisterschaftslaufes zu beauftragen, ist für uns Lob und Herausforderung zugleich“, erklärt Klaus Geuß, Abteilungsleiter beim SC Kemmern. Der Streckenrekord liegt seit 2014 bei 30:32 Minunten, aufgestellt von dem Äthiopier Addisu Wodoja Tulu. Lokalmatadorin Sandra Haderlein hält den Streckenrekord bei den Damen mit 36:24 Minuten.

Leider startet in Kemmern nicht die bayerische Elite. Bei der DM in Bad Liebenzell vor hut zwei Wochen lagen sechs Läufer unter den Top 20 und liefen dabei schneller als 30:24 Minuten. Bei genau 30:25 Minuten liegt die Jahresbestzeit von Mario Wernsdörfer (LG Bamberg). Damit kann er für die Meisterschaft am Samstag als Favorit eingestuft werden, zumal Mitku Seboka (LAC Quelle Fürth) seine Startzusage auf ärztlichen Rat zurückziehen musste. Mit am Start sind auch der vorjährige Vizemeister über 10 Kilometer, Johann Hillebrand (LG Stadtwerke München), und der diesjährige Vizemeister im Halbmarathon, Markus Brennauer (TSV Penzberg).

Auch im Wettbewerb der Frauen fehlt der "A-Kader" der bayerischen Leichtathletinnen. Von der DM in Bad Liebenzell bringt Susanne Ölhorn (LG Passau) eine Zeit von 38:12 Minuten mit. Unter 40 Minuten kann Elvira Flurschütz laufen. Vor eigenem Publikum möchten die Läuferinnen des SC Kemmern damit in den Medaillenrang kommen. Die Meisterschaft im Wettbewerb U 23 wird sich Hannah Kadner (LAC Quelle Fürth) nicht nehmen lassen.

In den Klassen der Senioren und Seniorinnen lassen sich auf der Starterliste mehrere bayerische und deutsche Meister erkennen. Allen voran wären dies in der M 50 Reinmund Hobmaier (PTSV Rosenheim) und Hans-Joachim Herrmann (LG Erlangen). In der M 45 ist der Wettbewerb sehr stark: So starten der Crosslaufspezialist Thomas Langer (TV Kempten), Roland Wild (LG Bamberg), Klaus Mannweiler (LG Stadtwerke München) und Eike Loch (LAC Quelle Fürth). Medaillen könnte es in der M 60 und M 65 für Dietmar Hilgers (Lauffeuer Chiemgau), Ludwig Lang (SVG Ruhstorf/Rott) und Manfred Dormann (TV Bad Brückenau) geben. Nach ihrem Medaillengewinn bei der DM in Bad Liebenzell dürften Wolfgang Huber (SVG Ruhstorf/Rott) und Albert Walter (MTV 1881 Ingolstadt) in den Klassen M 65 und M 70 den bayerischen Meistertitel anstreben.

Chancen auf den Meistertitel kann sich in der W 45 die ehemalige Deutsche Marathonmeisterin Monika Schuri (LG Wehringen) machen. In Bad Liebenzell gab es für Edith Grasmann (SVG Ruhstorf/Rott) nur die "Blechmedaille", in Kemmern hat sie in der W 60 gute Chancen auf Edelmetall.