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28.01.16 13:18 Alter: 243 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Jugend / Schüler
Von: Reinhard Köchl

Bayerische Hallen-MS U 18 in Fürth: Lucas Mihota und Corinna Schwab überragen alle

Es ist schon klasse, wie sich die beiden U 18-Aushängeschilder der bayerischen Leichtathletik derzeit präsentieren. Lucas Mihota (SB DJK Rosenheim) katapultiert sich derzeit regelmäßig in schwindelerregende Höhen. Auch bei den Bayerischen U 18-Hallenmeisterschaften in Fürth überquerte er wieder vorzügliche 2,13 Meter. Und Corinna Schwab entwickelte sich zu einer wahren Medaillenhamsterin: Gleich drei Mal gewann das Ausnahmetalent am Wochenende Gold.


Ausnahmetalent: Lucas Mihota beherrschgt in diesem Winter die nationale Hochsprungszene bei den Jugendlichen.

Corinna Schwab verbesserte den bayerischen U 18-Rekord über 200 Meter und holte außerdem noch zwei Mal Gold.

Weit und hoch: Jasmin Maxbauer war in beiden Sprungdisziplinen das Maß aller Dinge.

Erster U 18-Titel: Florian Bremm zeigte seine Qualitäten über 3000 Meter. Alle Fotos: Theo Kiefner

Für Lucas Mihota könnte das Jahr 2016 ein ganz großes werden. Nachdem sein Debüt im Nationaltrikot bei der U 18-WM in Cali im vergangenen Jahr nicht ganz nach Wunsch verlief, hat der 16-Jährige, der von seiner Mutter trainiert wird, im Herbst- und Wintertraining ordentlich zugelegt. Mit seinen 2,17 Metern von Essing führt der U 18-Jugendliche derzeit sogar die deutsche Hallenbestenliste der U 20 an. Viel versprechende Perspektiven für die Deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund (19.-21. Februar) also, aber auch für die erstmals ausgetragenen U 18-Europameisterschaften in Tiflis (Georgien) von 14. bis 17. Juli. Als Mihota in Fürth bei 1,96 Meter in den Wettkampf einstieg, hatte der Zweitplatzierte Benedikt von Hardenburg (LG Landkreis Roth) diesen schon längst beendet (1,84 Meter). Dritter wurde Niklas Baufeld (LG Aichach-Rehling; 1,79 Meter).

Wer soll Corinna Schwab in Bayern stoppen? Nach der eindrucksvollen Performance der jungen Oberpfälzerin bleibt dieses Fragezeichen wohl längere Zeit im Raum stehen. Schwab holte sich in einem wahren Sprint-Mehrkampf sowohl die Titel über 60 Meter (7,76 Sekunden) wie auch über 60 Meter Hürden (8,65 Sekunden) und über 200 Meter (24,33 Sekunden). Letztere Zeit bedeutete sogar die Verbesserung des Bayerischen Hallenrekordes, den vor ihr Martina Riedl, damals noch für den SC Vöhringen an den Start gehend, hielt. Der Konkurrenz blieb angesichts dieser Dominanz nur das Nachsehen. Trotz ebenfalls schneller Zeiten mussten sich Maria Gebauer (LG Karlstadt-Gambach-Lohr; Zweite über 60 Meter Hürden in 9,06 Sekunden, Dritte über 200 Meter in 25,56 Sekunden) Antonia Pflüger (LG Oberland; Zweite über 60 Meter in 7,81 Sekunden), Nina Bauch (LG Augsburg; Zweite über 200 Meter in 25,30 Sekunden und Dritte über 60 Meter in 7,88 Sekunden) sowie Michaela Blanck (LAC Quelle Fürth; Dritte über 60 Meter Hürden in 9,11 Sekunden) mit den Plätzen dahinter begnügen. Keine Frage, dass auch Corinna Schwab unbedingt zur 18-WM nach Tiflis will – in ihrer eigentlichen Spezialdisziplin 400 Meter Hürden.

Drei Sprinttitel für Lorenzo Graf Barbero

Ebenfalls drei Sprinttitel gingen in der männlichen U 18 an Lorenzo Graf Barbero (LG Stadtwerke München). In einem spannenden 60-Meter-Finale lag er einen Wimpernschlag vor seinem Vereinskameraden Yannick Wolf (beide 7,13 Sekunden) sowie Nicolai Trageser (FTSV Straubing; 7,18 Sekunden). Über 200 Meter war der Abstand zum Zweitplatzierten Alexander Spencer (LG Stadtwerke München) mit 22,99 zu 23,31 Sekunden schon größer, wobei Michael Gerhard (LG Karlstadt-Gambach-Lohr) Dritter in 23,67 Sekunden wurde. Und über 4 x 200 Meter offenbarte sich für das Quartett um Barbero mit 1:33,95 Minuten ein Klassenunterschied gegenüber dem TSV Münnerstadt (1:37,25 Minuten) und dem TS Herzogenaurach (1:37,74 Minuten). Über 60 Meter Hürden triumphierte ebenfalls nach einer Zielfoto-Entscheidung Kevin Heller (LG Sempt), der in 8,74 Sekunden hauchdünn die Nase vor Justus Santjer (TS Herzogenaurach; 8,67 Sekunden) und Oliver Leibbrand (LG Bamberg; 8,71 Sekunden) hatte.

Zwei Goldmedaillen an einem Tag durfte sich Jasmin Maxbauer (LG Eckental) um den Hals hängen lassen. Sowohl im Weitspring war sie mit starken 5,65 Meter vor Anna Hofmann (TV Bad Kötzting; 5,29 Meter) und Louise Wieland (LG Stadtwerke München; 5,27 Meter) die Beste, wie auch im Hochsprung mit 1,67 Meter vor der höhengleichen Lena Heindl (LAC Quelle Fürth) und Jenny Birzl (MTV 1881 Ingolstadt; 1,64 Meter). Der weiteste Satz bei den bei den Jungs mit 6,33 Meter gelang in Fürth Michael Gerhard (LG Karlstadt-Gambach-Lohr). Auch Lukas Moser (6,24 Meter) und Yannick Wolf (6,13 Meter; beide LG Stadtwerke München) kamen noch über die Sechs-Meter-Marke.

Stabi-Mädchen auf dem Höhenflug

Drei talentierte Stabhochspringerinnen lieferten sich bei den Landestitelkämpfen einen spannenden Kampf um Gold, Silber und Bronze. Letztliche triumphierte die vorjährige Deutsche U 16-Meisterin Carolin Bauer mit guten 3,40 Meter vor ihrer höhengleichen Vereinskameradin Noemi Rentz (beide LG Gräfelfing) und der blutjungen Julia Zintl (LG Stadtwerke München; Jahrgang 2001; 3,30 Meter). Der 15-jährige Oliver Naaß (TV 1860 Gunzenhausen) versuchte sich nach seiner Siegeshöhe von 3,90 Meter (noch) vergeblich an den vier Metern. Hinter ihm landeten sein Trainingspartner Paul Tretter (ebenfalls TV 1880 Gunzenhausen; 3,70 Meter) sowie Philipp Geldhäuser (SWC Regensburg; 3,55 Meter) auf den Plätzen.

Im Dreisprung der männlichen U 18 knackte Trung Ngo (TSV Bad Kissingen) mit 13,18 Meter die 13-Meter-Marke und landete vor seinem Vereinskameraden Dimitij Touev (12,62 Meter) sowie Lukas Moser (LG Stadtwerke München; 11,84 Meter). Die Beste im Hop-Step-Jump bei den jungen Damen war Hanna Gerstmann (LG Landkreis Kelheim) mit 10,75 Meter. Silber ging an Julia Geist (Sportverein Schöllnach; 10,40 Meter), während Veronika Wolf (SC Eschenbach) mit 10,24 Meter Bronze gewann.

Die Kugelstoß-Titel gingen an diesem Wochenende ausnahmsweise nicht an den starken Nachwuchs der LG Stadtwerke München. Normalerweise dreht sich Christoph Claudius Gleixner (LG Landkreis Aschaffenburg) mit dem Hammer im Ring. Diesmal bewegte er das fünf Kilo schwere Gewicht auf 15,75 Meter und landete damit um fast einen Meter vor Thomas Huber (LAG Mittlere Isar; 14,88 Meter) und Amadeus Waluga (LG Stadtwerke München; 14,19 Meter). In Abwesenheit von Selina Dantzler holte sich Antonia Kinzel (LAZ Kreis Günzburg) mit 13,65 Meter U 18-Gold vor Hammerwerferin Nancy Randig (SWC Regensburg; 12,50 Meter) und Verena Gröll (LG Eckental; 12,22 Meter).

Starke Nachwuchsläufer

Auch der Läufer-Nachwuchs aus dem Freistaat wusste sich mit ansprechenden Leistungen zu Beginn des Jahres in Szene zu setzen. Im vielleicht schnellsten 3000-Meter-Lauf der weiblichen U 18 in dieser Hallensaison blieben gleich fünf Mädchen unter elf Minuten, angeführt von Renee Havenga (LAC Quelle Fürth), die sich in 10:31,44 Minuten Gold vor Anna Hirt (LG Bamberg; 10:38,67 Minuten) und Lisa Basener (MTV 1881 Ingolstadt; 10:40,83 Minuten) holte. Bei den Jungs dominierte Florian Bremm (TV Leutershausen) über dieselbe Distanz ebenso überlegen (9:03,53 Minuten) vor Nick Jaeger (TSV Penzberg; 9:08,19 Minuten) und Maxi Feuerer (1. FC Passau; 9:47,83 Minuten). Die 800 Meter-Sieger hießen Barbara Plötz (TV Bad Kötzting; 2:18,64 Minuten) vor Julia Schraml (DJK Weiden; 2:20,72 Minuten) und Johanna Beck (LG Karlstadt-Gambach-Lohr; 2:21,30 Minuten) sowie Julia Kaiser (SpVgg Auerbach/Streitheim; 2:03,37 Minuten), dem Michael Andreas Stettner (LG Würm Athletik; 2:04,81 Minuten) und Taddhäus Weißhaar (DJK Friedberg; 2:05,80 Minuten) folgten.

Mit den engen Kurven in der Halle auf zwei Runden, sprich über die 400 Meter, kamen Arne Lepplsack (MTV 1862 Pfaffenhofen; 52,11 Sekunden) und Sabrina Handschke (LG Kreis Dachau; 59,05 Sekunden) am besten zurecht. Die weiteren Plätze auf dem Stockerl durften Martin Pfeffer (LG Bayerwald; 52,53 Sekunden) und Kevin Okito (TG 48 Würzburg; 54,13 Sekunden) sowie bei den Mädchen Selina Straßberger (TSV Plattling; 60,87 Sekunden) und Marie Hedrich (DJK Ingolstadt; 61,58 Sekunden) einnehmen. Die 4 x 200 Meter bei der weiblichen U 18 wurde zu einer klaren Angelegenheit für die LG Karlstadt-Gambach-Lohr, die den Stab in 1:46,40 Minuten vor dem zweiten Quartett des LAC Quelle Fürth (1:48,04 Minuten) und der DJK Ingolstadt (1:50,99 Minuten) über die Ziellinie brachte.

In der Altersklasse U 20 gab es jeweils zwei vorgeschaltete Entscheidungen im Laufbereich. Über 800 Meter holten sich Isabella Sopper (LG Eckental; 2:20,88 Minuten) und Henry Heller (LG Stadtwerke München; 2:00,83 Minuten) den Titel. Über 3000 Meter ging Gold an Lena Göstl (LAC Quelle Fürth; 11:04,64 Minuten) sowie an Niklas Buchholz (TSV Hemhofen; 8:51,01 Minuten).