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14.02.16 20:07 Alter: 3 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Laufsport
Von: leichtathletik.de

Sensation in Barcelona: Anja Schneider-Scherl und Franziska Reng schaffen EM-Norm im Halbmarathon

Drei deutsche Läuferinnen unter der EM-Norm von 1:13:00 Stunden, davon zwei Bayerinnen: Der Halbmarathon in Barcelona (Spanien) erwies sich am Sonntag für eine bärenstarke Anja Schneider-Scherl sowie Franziska Reng (beide LG Telis Finanz Regensburg) und Katharina Heinig als Sprungbrett nach Amsterdam. Julian Flügel (Asics Team Memmert) kam als schnellster deutscher Läufer mit Bestzeit auf Rang sieben. Die Siege gingen einmal mehr nach Kenia.


Anja Schneider-Scherl: So schnell wie in den vergangenen zehn Jahren nur Sabrina Mockenhaupt und Irina Mikitenko. Foto: Theo Kiefner

An der Spitze der Felder blieben die ganz starken Zeiten in diesem Jahr aus – geschuldet einem böigen Wind, der an der Mittelmeer-Küste Barcelonas den Läufern das Leben schwer machte. Nach zwei Weltrekorden in Serie benötigte Florence Kiplagat (Kenia) daher diesmal rund vier Minuten mehr für die Strecke und musste sich mit 69:10 Minuten zufrieden geben – der Sieg war dennoch ungefährdet. Schnellster Mann war ihr Landsmann Vincent Kipruto in 62:54 Minuten.

Umso bemerkenswerter ist da besonders die Leistung von Anja Schneider-Scherl, wie auch der Leitende Bundestrainer Lauf Wolfgang Heinig bestätigte: „Das war sehr, sehr gut – ein Top-Ergebnis“, lautete sein Fazit. Die Regensburgerin kam nach 1:11:17 Stunden als Vierte ins Ziel. In den vergangenen zehn Jahren waren im Halbmarathon mit Sabrina Mockenhaupt und Irina Mikitenko nur zwei deutsche Läuferinnen schneller.

Dahinter sortierten sich auf den Rängen fünf und sechs zwei weitere DLV-Athletinnen ein: Franziska Reng (LG Telis Finanz Regensburg) überraschte bei ihrem Halbmarathon-Debüt in 1:12:33 Minuten, nach langer Verletzungspause mit Fersen-Operation meldete sich Katharina Heinig (LG Eintracht Frankfurt) direkt mit Bestzeit von 1:12:55 Stunden zurück. Als Neunte im Ziel: Anna Hahner (run2sky.com; 1:14:03 Stunden).

Julian Flügel läuft Bestzeit

Für die deutschen Männer blieb dagegen die erhoffte EM-Norm von 63:45 Minuten zunächst unerreicht. Am nächsten kam ihr noch Marathon-Ass Julian Flügel (Asics Team Memmert), der mit neuer Bestzeit von 64:17 Minuten Siebter wurde und sich mit dieser Leistung nachhaltig für den Olympia-Marathon empfohlen haben dürfte, für den nach erfüllter Norm in 2015 noch ein Leistungsnachweis gefordert ist.

Auf den Plätzen 14 und 15 kamen Flügels Teamkollege Sebastian Reinwand (65:10 Minuten; PB) und Steffen Uliczka (SG TSV Kronshagen/Kieler TB; 65:23 Minuten) ein. Für einen EM-Start müssen sie nun die nächste Chance ergreifen – ebenso wie Simon Stützel (Asics Team Memmert), der in 65:37 Minuten das deutsche Spitzen-Quartett auf Platz 17 vervollständigte.

Lob vom Leitenden Bundestrainer

„Mit den Resultaten der Frauen bin ich sehr zufrieden“, bilanzierte Wolfgang Heinig und bescheinigte Franziska Reng ein „überragendes“ Debüt sowie seiner Tochter Katharina eine „Top-Leistung“. „Sie steckt eigentlich in der Marathon-Vorbereitung“, erklärte er, „nach dieser langen Verletzungspause mit Bestleistung zurückzukehren ist stark!“ Auch Julian Flügel habe eine sehr gute Leistung gezeigt und sei damit dem Nominierungsvorschlag für den Marathon in Rio ein großes Stück näher gekommen.Nach den Resultaten von Barcelona deutet sich ein spannender Kampf um die insgesamt fünf Halbmarathon-Startplätze für die Europameisterschaften und den integrierten Europacup in Amsterdam (Niederlande, 6. bis 10. Juli) an. Denn zahlreiche weitere Kandidaten könnten zum Beispiel in Paderborn (26. März) oder Berlin (3. April) nachziehen. „Ich bin gespannt!“, blickte Wolfgang Heinig voraus und betonte einmal mehr, dass zudem in den Frühjahrs-Marathons auch der Kampf um die Olympia-Startplätze in die nächste Runde gehen werde.