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09.07.16 01:22 Alter: 2 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport
Von: Reinhard Köchl/leichtathletik.de

EM Amsterdam: Für Maren Kock geht die Reise direkt ins Finale, für Benedikt Huber ist sie zu Ende

Nachdem der Donnerstag aus bayerischer Sicht als Tag der LG Stadtwerke München galt, war am Freitag der erste Teil des anderen weißblauen Leichtathletik-Riesen LG Telis Finanz Regensburg an der Reihe. Für Maren Kock führte die Reise im 1500-Meter-Vorlauf direkt ins Finale. Für ihren Vereinskameraden Benedikt Huber war dagegen das Semifinale über 800 Meter Endstation bei seinen ersten großen internatonalen Titelkämpfen.


In einem harten 1500-Meter-Vorlauf sicherte sich Maren Kock die EM-Finaleteilnahme über 800 Meter.

Nach dem Rennen war die Deutsche Vizemeisterin zwar nicht am Boden zerstört, aber doch ziemlich ausgelaugt.

Das Gefühl einmal vorne zu laufen: Benedikt Huber kostete es im 800-Meter-EM-Halbfinale wenigstens einmal aus.

Reicht es oder reicht es nicht? Mit bangem Blick wartete Benedikt Huber nach seinem Lauf auf die Zeiten. Es reichte ganz knapp nicht. Alle Fotos: Thoe Kiefner

Maren Kock, die Deutsche Vizemeisterin über 1500 Meter, profitierte davon, dass zweite Vorlauf der schnellere war. Ein siebter Rang in 4:11,67 Minuten genügte, um eine Runde weiter zu ziehen. Unterm Strich zogen aus dem Rennen acht von zehn Athletinnen ins Finale. Es gewann die Serbin Amela Terzic (4:09,71 Minuten) für sich.

"Das Rennen war doch härter als gedacht", bilanzierte Maren Kock anschließend gegenüber "leichtathletik.de". "Ich hatte mich gefreut, dass der erste Lauf relativ langsam war. Von daher haben die Mädels in unserem Lauf etwas mehr Druck gemacht. Ich hatte die Zeit von der Fünften aus dem ersten Lauf im Kopf. Ich wusste, da muss ich irgendwie drunter bleiben und in die Top Acht laufen. Das hat mit dem siebten Platz ganz gut geklappt. Die 5000 Meter werde ich jetzt nicht laufen."

Mut zeigte Benedikt Huber im zweiten Halbfinale über 800 Meter, als er sich an die Spitze setzte. Die Anfangsrunde war mit 53,6 Sekunden dennoch deutlich langsamer als im anderen Halbfinale. Obwohl das Feld auf der Zielgeraden aufkam, konnte der Deutsche Meister nochmal anziehen. In 1:47,56 Minuten lief er als Fünfter ein. Zum Weiterkommen über die Zeit reichte das um den Hauch von 16 Hundertsteln aber nicht.

Dennoch zog "Beni" Huber eine rundum positive Bilanz seines EM-Debüts: "Das Rennen war geil. Mich hat es ein bisschen geärgert, dass ich es hinten raus nicht mehr ganz geschafft habe. Ich glaube, wenn ich in der letzten Kurve dagegen gehalten hätte und nicht hätte abbremsen müssen, wäre es vielleicht gegangen. Es war für mich aber echt cool. Als ich vorne gelaufen bin, war das ein ganz besonderes Gefühl. Für das, was in den letzten Wochen passiert ist, trainiert man. Das hat mir gut gefallen. Die EM 2018 in Berlin ist ein Ziel für mich."