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09.07.16 23:34 Alter: 2 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport
Von: Reinhard Köchl/leichtathletik.de

EM Amsterdam: Trefz und Schneider bringen die deutsche 4 x 400-Meter-Staffel ins Finale

Das war eine enge Kiste! Die deutsche 4 x 400-Meter-Staffel der Männer, in der mit Johannes Trefz (LG Stadtwerke München) und Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth) gleich zwei Bayern standen, hat bei den Europameisterschaften in Amsterdam am Samstag den Endlauf erreicht. Zu verdanken war dies auch einer Energieleistung von Johannes Trefz.


Nahkampf: Constantin Schmidt (Zweiter von links) wechselt auf Patrick Schneider (links).

Zuversichtlich fürs Finale: (von links) Patrick Schneider, Constantin Schmidt, Kamghe Gaba und Johannes Trefz. Fotos: Theo Kiefner

Im zweiten Vorlauf kämpfte der Deutsche 400-Meter-Meister als Schlussläufer auf der Zielgeraden mit den Staffeln aus der Ukraine, dem Gastgeberland Niederlande, Spanien, Schweden und Frankreich um den zweiten Rang. Belgien (3:03,15 Minuten) war schon davonzogen. Und der deutsche Halbfinalist im Einzel konnte noch Kräfte mobilisieren: Er lief als Dritter (3:03,97 Minuten) hinter der Ukraine (3:03,97 Minuten) durchs Ziel. Das bedeutete ein großes "Q" und unterm Strich die sechstschnellste Zeit aus beiden Vorläufen.

Für den DLV hatten zuvor Constantin Schmidt (TG Obertshausen) und Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth) ihren Einstand bei einer internationalen Meisterschaft der Aktiven gefeiert und das Staffelholz dann an den erfahrenen Kamghe Gaba (LG Eintracht Frankfurt) weitergegeben.

"Ich hatte im Rennen das Gefühl, vorne ranzukommen, wusste aber nicht, wer von hinten noch kommt", beschrieb Johannes Trefz gegenüber "leichtathletik.de" den Rennverlauf. "Durch den Lärm der Zuschauer habe ich es gehört und auch in den Augenwinkeln gesehen. Ich konnte noch ein paar Körner aktivieren, war aber in keinem Moment unsicher, dass es nicht für Platz zwei oder drei reicht. Ich habe nicht gezittert und bin ein Experte im Geradeso-Weiterkommen. Für morgen steckt noch ein bisschen mehr in den Beinen. Da gibt es kein Zögern mehr sondern "All-in". Dann schauen wir, worfür es reicht. Wir gehen alle mit einem besseren Gefühl aus dem Vorlauf, als wir reingegangen sind. Deshalb haben wir alle etwas gewonnen."

Für Patrick Schneider war sein erster Einsatz im Trikot der Nationalmannschaft ein unvergessliches Erlebnis. Oder, wie er es ausdrückte, "eine super Erfahrung, vor so einer großen Kulisse zu rennen. Es ist eine Ehre, sein Land zu vertreten. Das kann man nicht beschreiben, das war einfach geil. Ich habe versucht, uns eine gute Position zu verschaffen. Ich bin aggressiv angelaufen und habe alles gegeben. Normal ist meine Stärke schon hinten raus. Es war heute aber schon sehr hart. Es waren auch viele Eindrücke. Aber ich denke, ich habe es ganz gut gemeistert. Im Finale wollen wir noch einmal alles geben und vielleicht noch einmal eine Sekunde schneller laufen. Unser zweites Ziel ist auf jeden Fall, vielleicht über die Staffel auch noch nach Rio zu kommen. Dafür müssen wir noch einmal ordentlich Gas geben."