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15.07.16 11:43 Alter: 2 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Jugend / Schüler
Von: Jörg Stäcker

Bayerische MS U 16 Hösbach: Nachwuchs liefert starke Visitenkarte ab

Der bayerische U 16-Nachwuchs zeigte sich bei seinen Titelkämpfen in Hösbach in vielen Disziplinen von seiner allerbesten Seite. Befürchtungen, dass der Ort nahe der hessischen Grenze oder der Termin direkt nach den Deutschen Blockmehrkampf- Meisterschaften die Teilnehmerzahl und Leistungen schmälern könnte, traten nicht ein. Besonders der ältere Jahrgang beeindruckte mit vielen starken Leistungen, die auch national interessant erscheinen. Gleich vier deutsche Jahresbestleistungen fielen hier.


Duell auf allerhöchstem Niveau: Maxim Schreier (links) und Jonas Premru lieferten sich im Weitsprung de M 15 einen überragenden Wettkampf.

Eine der besten Leistungen der Bayerischen U 16-Titelkämpfe bot Mona Mayer (links) über 300 Meter. Die 15-Jährige erzielte eine neue deutsche Jahresbestzeit.

Anton Sobolevski schraubte sich über 1,96 Meter - eine echte Zukunftshoffnung für den bayerischen Hochsprung.

Katharina Winkler (Mitte) gewann mit einer starken Zeit den Hürdensprint der W 15.

Mit Dominik Idzan (Mitte) wächst ein weiteres Riesentalent aus dem Wurfteam München heran. Der überlegende Bayerische Doppelmeister der M 14 ist erst 13 Jahre jung! Alle Fotos: Timo Premru

Man muss schon drei Jahre zurückblättern, um einen so spannenden Weitsprungwettkampf im Bereich bis zu 6,50 Metern bei den U 16-Schülern zu finden. Damals in Ingolstadt duellierten sich drei Nachwuchshoffnungen, dieses Mal sogar gleich vier. Die beiden Erstplatzierten Maxim Schreier (TuS Feuchtwangen; 6,56 Meter) und Jonas Premru (SWC Regensburg; 6,46 Meter) trieben sich in Hösbach zu neuen Spitzenleistungen. Den hochklassigen Wettkampf komplettierten Jil Maurice Gorzawsky (Kirchheimer SC) als Dritter mit 6,28 Meter und Leon Khavvam (TSV Ipsheim) als Vierter mit 6,14 Meter.

Genauso hochklassig ging es über 300 Meter zu. Bei den Jungen sprinteten Nick Albrecht (TV Marktheidenfeld, 36,90 Sekunden) und Matthias Hofmann (LAZ Kreis Würzburg; 36,91 Sekunden) zu starken Zeiten im zweiten Zeitendlauf. Bereits einen Lauf vorher ließ Florian Zeitler (LG Stadtwerke München; 36,93 Sekunden) aufhorchen. Bei den Mädchen hatten Mona Mayer (LG Sempt) und Selina Strassberger (TSV Plattling die Qual der Wahl. Sie gehören beide zu den schnellsten 300- und 800-Meter-Läuferinnen Deutschlands. In Hösbach entschied sich Mona Mayer für die kürzere Strecke, die sie in neuer deutscher Jahresbestzeit von 40,27 Sekunden gewann. Selina Strassberger war hier Zweite in 41,57 Sekunden, nach dem sie einen Tag vorher schon die 800 Meter in 2:21,91 Minuten siegreich gelaufen war. Die 2:16-Läuferin musste hier nicht an ihre Grenzen gehen.

Leistungsstarke Bertolt-Brecht-Schüler

Eine Läuferin erster Güte ist auch Hannah Bruckmayer. In Bayern über 2000 Meter unangefochten vorne, freut sich der Lauffloh vom TV Altötting schon auf den nationalen Vergleich in drei Wochen bei der U 16-DM in Bremen. Dort möchte auch Leon Khavvam über die 80 Meter Hürden ein Wörtchen mitreden. In Hösbach erzielte der Bertolt-Brecht-Sportschulen-Schüler als Sieger 11,02 Sekunden. Insgesamt lag die Kaderschule des Bayerisches Verbandes in Nürnberg bei der M 15 fünf Mal vorne. Neben Khavvam, dem bärenstarken Doppelsieger Maxim Schreier - der Weitsprungsieger hatte auch über 100 Meter in schnellen 11,32 Sekunden die Nase vorne - gehen auch der neue Speerwurfmeister Viktor Ertelt (LAC Quelle Fürth) und der noch außer Konkurrenz agierende Hochsprungüberflieger Anton Sobolevski (LAC Quelle Fürth) auf die Elitesportschule. Der gebürtige Ukrainer stellte mit 1,98 Meter ebenfalls eine neue deutsche Jahresbestleistung auf, durfte aber nur außer Konkurrenz starten, da er erst seit diesem Jahr in Deutschland lebt.

Ein weiterer Doppelsieger kommt aus Unterfranken. Denn Nick Albrecht (TV 1884 Marktheidenfeld) gewann neben den 300 Metern auch die 300 Meter Hürden in starken 40,91 Sekunden. Wie stark, sieht man bei einem Blick in die deutsche Jahresbestenliste. Hier erscheint Nick Albrecht jetzt an Position eins. Ein strammes Programm, denn eine Woche vorher belegte das Talent aus Marktheidenfeld bereits Rang acht bei den Deutschen Blockmehrkampfmeisterschaften im Block Lauf. Sieger in Aachen im Block Lauf wurde Matthias Hofmann. Damit gewann er die einzige bayerische Einzelmedaille bei diesen deutschen Titelkämpfen. In Hösbach belegte der Vielseitige nicht nur den zweiten Rang über 300 Meter, sondern auch Rang fünf über die Kurzhürden. Ideale Vorrausetzungen auch für die Mittelstrecke, denn die 2000 Meter schaffte Hofmann ebenfalls schon in national bedeutsamen 6:09 Minuten. Am nächsten an einer Medaille bei den Deutschen Blockmehrkampfmeisterschaft dran war als Vierte im Block Sprint/Sprung Mara Barwitzki aus dem Talentepool der LG Eckental.

Veranlagung besitzt auch Naomi Krebs (LG Bamberg). In der W 14 war sie in Hösbach über 100 Meter in 12,39 Sekunden so schnell wie schon lange keine Siegerin mehr. Zum Vergleich: Der bayerischen Rekord steht seit über 30 Jahren bei handgestoppten 12,0 Sekunden, was elektronisch 12,24 Sekunden entspricht. In der W 15 setzte Denise Jaeschke (LG Stadtwerke München) famose 5,74 Meter in die Grube, während Julia Zintl (LG Stadtwerke München) mit 3,61 Meter im Stabhochsprung eine Klasse für sich war. Die frischgebackene Süddeutsche Meisterin der U18 (!) markierte damit die vierte deutsche Jahresbestleistung der M/W 15 in Hösbach.Im Hürdensprint der W 15 setzte sich hauchdünn Katharina Winkler (LG Erlangen) mit ausgezeichneten 11,87 Sekunden vor Antonia Kiefer (TV Altötting; 11,88 Sekunden) durch.

Haushohe Kugel- und Diskussiege für 13-Jährigen

Einen interessanten Doppelmeister gab es in der M 14. Quentin Uzmann (DJK Weiden) gewann sowohl die 100 als auch die 800 Meter. Ebenfalls zwei Mal Gold bei den Jüngsten nahm Dominik Idzan (LG Stadtwerke München) mit nach Hause. Der erst 13-Jährige aus der Münchener Werferhochburg siegte im Kugelstoßen (13,65 Meter) und mit dem Diskus (45,58 Meter) haushoch. Über 80 Meter Hürden der W 14 gab es einen interessanten Doppelsieg. Doch nicht die frischgebackene bayerische Rekordhalterin im Siebenkampf, Carolin Herrmann (TSV Katzwang), lag vorne, sondern Zwillingsschwester Amelie Herrmann war dieses Mal die Schnellere. Pech hatte Alicia Inhofer (TV Bad Kötzting). Das erst 13-jährige Talent aus der Operpfälzer Nachwuchshochburg trat aussichtsreich liegend in die letzte Hürde. Ganz jung auch noch Maximilian Tent (LC Tölzer Land). Er führte die Reihe von guten 3000-Meter-Zeiten an. (9:50,43 Minuten).

Fotos von den Bayerischen U 16-Meisterschaften in Hösbach gibt es unter