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23.06.17 22:28 Alter: 209 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Jugend / Schüler
Von: Simon Holländer

Bayerische Block-Mehrkampfmeisterschaften Markt Schwaben: Nachwuchs bringt sich für Lage in Stellung

Große Ereignisse werfen ihren Schatten voraus: In diesem Jahr finden die Deutschen Blockmeisterschaften in Lage bereits Anfang Juli statt. Somit waren die Bayerischen Block-Mehrkampfmeisterschaften in Markt Schwaben für viele junge Athletinnen und Athleten die letzte Möglichkeit, noch auf den Quaifikationszug aufzuspringen. Am Ende standen 44 Normerfüllungen und sogar ein neuer bayerischer Rekord zu Buche.


Starkes Team: Die U 16-Jungs der LG Stadtwerke München holten sich in Markt Schwaben nicht nur den Mannschaftstitel, sondern auch den bayerischen Rekord. Foto: Günter Mayer

Für das Highlight des Tages sorgten bei perfektem Kaiserwetter die Jungs der LG Stadtwerke München. In der Besetzung Alexander Schaller, Joel Akue, Dominik Maier, Patrick Ruzek und Moritz Haberger überboten die Fünf den über sechs Jahre alten Rekord der LG Landkreis Roth um ganze 23 Punkte. Zudem gelang der Mannschaft das Kunststück, dass jedes ihrer Mitglieder auch im Einzel sich auf dem Podest platzieren konnte, was schließlich auch die Basis des souveränen Sieges vor dem SWC Regensburg darstellte. Die Überlegenheit der Münchner und das Podest komplettierte schließlich noch die zweite Mannschaft der LG Stadtwerke auf Platz drei.

Die Dominanz verdeutlichend waren auch die Einzelergebnisse des männlichen Nachwuchses des Münchner Großvereins, gleich drei Einzeltitel blieben in der Landeshauptstadt. Im Block Wurf der M 15 setzte sich Alexander Schaller souverän durch und distanzierte die Konkurrenz um mehr als 400 Punkte, wobei für den Schützling von Andreas Bücheler vor allem der Diskuswurf mit starken 51,27 Meter zur Buche schlug. Auf dem zweiten und dritten Platz reihten sich Mel Renner (LG Fichtelgebirge) und Alexander Bauer (LG Donau-Ries) ein.

Sein Pendant im Block Sprint hieß Joel Akue, der ebenfalls zum ersten Mal die 3000-Punkte-Marke durchbrechen konnte und sich somit Gold vor Jonas Saffer (LG Forchheim) und seinem Teamkameraden Dominik Maier (LG Stadtwerke München) sicherte. Eine weitere Goldmedaille für die LG SWM ging an Patrick Ruzek, der sich im Block Wurf der M 14 vor Nils Rößler (SWC Regensburg) und Florian Ertl (Kirchheimer SC) durchsetzte.

Gar einen Dreifacherfolg der Stadtwerke-Athleten wusste Roman Jocher (TSV Königsbrunn) zu verhindern: Der neue Bayerische Meister im Block Sprint der M 14, siegte vor Moritz Haberger, Levi Kullen und Simon Schoendorfer (alle LG Stadtwerke München). Im Blockwettkampf Lauf der M 15 ging der Sieg nach Mainburg und an Felix Schmid, Silber an Felix Lohwasser und Bronze an Simon Wirtz (beide LG Würm Athletik).

Eine besondere Dramatik entwickelte der Wettbewerb der M 14: Sebastian Döring (LAC Quelle Fürth) schob sich dank dem abschließenden 2000-Meter-Lauf noch am führenden Jan-Niclas Witzke (ETSV 09 Landshut) vorbei und siegte mit einem Punkt Vorsprung vor Niclas Freudenblum (LG Stadtwerke München), der sich wiederum mit nur einem Zähler vor Witzke einfand, so dass dieser sich schlussendlich mit Platz drei begnügen musste.

Nicht weniger spannend war auch die Entscheidung im Block Sprint/Sprung der W 15, bei dem am Ende die im Mehrkampf gebräuchliche Zusatzregel bei Punktgleichheit über die Siegerin entscheiden musste. So ging die Goldmedaille schließlich an Mara Barwitzki (LG Eckental), die in drei der fünf Disziplinen über die Zweitplatzierte Luisa Tremel (TSV Gersthofen 1909) die Oberhand behalten hatte. Als Dritte konnte sich Emily Schwab (LAC Quelle Fürth) über Bronze freuen.

Dagegen souverän und ungefährdet setzte sich im Blockwettbewerb Lauf der W 15 Antonia Sörgel (LAV Hersbruck) durch, gefolgt von Sophie Ochmann (LG Eckental) und Sonja Thalhofer (SWC Regensburg), genauso wie im Block Wurf Magdalena Müller (TV 1861 Amberg) vor Hannah Hochwimmer (TuS 1860 Pfarrkirchen) und Mia Bergmiller (LG Donau-Ries).

Niemals in ernsthafter Gefahr war auch der Triumph von Alicia Inhofer in der weiblichen Jugend W 14; 100 Punkte legte die Athletin vom TV Bad Kötzting zwischen sich und den Rest des Feldes. Ihre Leistung von 2614 brachte ihr somit nicht nur den Meistertitel ein, sondern auch Platz drei der aktuellen deutschen Bestenliste. Auf Platz zwei und drei folgten Lara Holzhauer (TuS Geretsried) und Sabrina Mayer (DJK Friedberg).

Die deutsche Bestenliste mit ihrem Ergebnis aus Markt Schwaben sogar anführend ist momentan Naomi Krebs. Die junge Bambergerin steigerte sich auf 2757 Punkte und gilt damit genau wie Inhofer als einer der großen Hoffnungen des BLV für Edelmetall in Lage. Dahinter deuteten mit guten Leistungen auch Franca Schaller (ESV Amberg) und Katja Davidowske (Kirchheimer SC) ihr Potential im Block Sprint an. Das besitzt zweifelslos auch Carolin Kupsch (LG Landkreis Roth LG), die im Zweikampf mit Elisa Eich (TV DJK Hammelburg) die Nerven und das bessere Ende im Block Wurf der W14 für sich behielt. Bronze ging hierbei an Veronika Wiedenbauer vom TuS Geretsried.

In der Mannschaftswertung der weiblichen Jugend U16 siegte schließlich der TV Bad Kötzting vor dem Team der LG Stadtwerke München und dem TV DJK Hammelburg, der sich gegen die Großvereine aus Fürth, Amberg und Regensburg behaupten konnte.

Noch ein paar Worte zur Wettkampforganisation: Das Format der eintägigen Veranstaltung war ein Pilotversuch und kann als gelungen bezeichnet werden. Aufgrund der guten Vorbereitung der Wettkämpfe und Kampfgerichte, der perfekten Vorbereitung und Ausstattung der Wettkampfanlagen durch die veranstaltende LG Sempt, die sich nun schon des öfteren als Gastgeber bewährt hat und dem zügig arbeitenden Wettkampfbüro wurden die Wettkämpfe nicht nur innerhalb des Zeitplans vollzogen, sondern konnten auch vereinzelt zeitlich nach vorne verschoben werden. Die Leistung aller Beteiligten und den mehr als 100 Kampfrichter und Helfer kann man als gelungenes Beispiel für Teamgeist bezeichnen. Mit so einem Team muss der LG Sempt vor dem nun eingeleiteten und teilweise vollzogenen Generationenwechsel in der Wettkampforganisation nicht bange sein.