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Leichtathletik

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31.01.18 23:07 Alter: 18 Tag(e)
Kategorie: Leichtathletik, Top Stories, Leistungssport, Wettkampfsport, Jugend / Schüler
Von: Simon Holländer

Bayerische Hallenmeisterschaften U 18 München: Olbert und Mayer stürmen an die deutsche Spitze

Zeitgleich mit den Bayerischen Meisterschaften der Aktiven ermittelten auch die Athletinnen und Athleten der weiblichen beziehungsweise der männlichen Jugend U 18 ihre Titelträger in der Halle. Ähnlich wie bei den Wettkämpfen der „Großen“ drückten zwei junge Sprinter der Veranstaltung ihren Stempel auf: Fabian Olbert (LG Stadtwerke München) und Mona Mayer (MTV 1881 Ingolstadt). Doch auch die Leistungen in den technischen Disziplinen wussten zu überzeugen.


Spannend bis zuletzt verlief das 200-Meter-Finale. Mona Mayer (links) hatte dabei hauchdünn die Nase vor Svenja Pfetsch (rechts) vorne. Foto: Theo Kiefner

Drei Mal Gold durfte der überragende Fabian Olbert mit nach Hause nehmen. Foto: Premru

Erfolgreich in der Halle und draußen: Cassandra Bailey.

Noch in der M 15 startberechtigt, aber schon Bayerischer Hallenmeister der U 18: Dominik Idzan.

Mit einen Sturmlauf zu Gold und Hausrekord: Susanne Brünnig. Fotos: Theo Kiefner

Olbert mit Dreifacherfolg

Der überragende Athlet des Wochenendes im Nachwuchsbereich war sicherlich Fabian Olbert (LG Stadtwerke München), der gleich drei bayerische Titel einfahren konnte. Zunächst setzte sich der 16-jährige am Samstag in seiner Paradedisziplin, den 60 Metern, mit fantastischen 6,93 Sekunden gegen Joshua Unger (LAC Quelle Fürth; 7,08 Sekunden) und Vereinskamerad Florian Knerlein (7,12 Sekunden) durch. Am Sonntag ließ das Sprinttalent dann Siege über die 200 Meter in ebenfalls exzellenten 22,04 Sekunden beziehungsweise dem Hürdensprint in 7,98 Sekunden folgen. Damit gelangen Olbert nicht nur drei überlegene Siege, sondern auch das besondere Kunststück sich in allen genannten Disziplinen in die nationalen Top Drei zu schieben. Hinter Olbert freute sich indes Korbinian Wiesend über zwei Medaillen. Für den Athleten der LG Sempt gab es Silber auf der Hallenrunde vor Vincent Saller (LG Stadtwerke München) und Bronze im Hürdensprint hinter Leon Khavvam (LAC Quelle Fürth). Khavvam wiederum sicherte sich zusätzlich mit einer tollen Serie Gold im Weitsprungwettbewerb.

Und auch den Hochsprung konnte ein junger Athlet der LAC Quelle Fürth für sich entscheiden. Anton Sobolevski überflog 2,02 Meter und konnte so den stark aufkommenden Malic Ibrahim (LG Oberland), der mit 1,99 Metern in das Ergebnisprotokoll einging, gerade noch in Schach halten. Auch beide Staffelentscheidungen über 4x200 Meter gingen an das LAC Quelle Fürth.

Idzan und Pöllmann sorgen für Furore

Den Sieg im Kugelstoßen gab es hingegen für einen Athleten, der eigentlich noch in der M 15 startberechtigt gewesen wäre, aber bereits jetzt mit der Fünf-Kilo-Kugel für Furore sorgt. Die Rede ist von Dominik Idzan (LG Stadtwerke München), der sich mit dem eigentlich noch zu „schweren“ Wurfgerät auf herausragende 16,47 Meter steigerte und damit jetzt schon den vierten Platz in der offiziellen deutschen Rangliste der U 18 belegt.

Im Rahmen den gleichzeitig ausgetragenen Winterwurfmeisterschaften konnten zudem noch zwei weitere Werfer erste Marken der noch jungen Saison setzen. Paul Pöllmann (SC Eschenbach) schockte die gesamte Konkurrenz und schickte seinen 700 Gramm schweren Speer auf bärenstarke 63,00 Meter, was auf eine erfolgreiche Sommersaison hoffen lässt. Genau wie das Ergebnis von Diskuswerfer Alexander Schaller (LG Stadtwerke München), der in seinem ersten Wettkampf mit dem schwereren Wurfgewicht auf dafür schon sehr gute 51,23 Meter kam.

Mona Mayer dominiert im Langsprint

Zwar konnte in der weiblichen Jugend keine Athletin das Kunststück Olberts wiederholen, doch immerhin gab es auch hier zwei Doppelsiegerinnen. Mona Mayer (MTV 1881 Ingolstadt) sicherte sich die Titel über die 200 und die 400 Meter und lieferte dabei einen eindrucksvollen Nachweis ihrer derzeitigen Frühform. Vor allem die Zeit über die Stadionrunde - 55,66 Sekunden - ließ aufhorchen. Damit setzte sich die 16-Jährige prompt an die Spitze der deutschen Hallen-Rangliste der U 18. Dazu kam noch eine weitere Goldmedaille über die halbe Distanz, bei der Mayer aber mit 24,67 Sekunden von der Zweitplatzierten Svenja Pfetsch (24,69 Sekunden) alles abverlangt wurde. Die Athletin des SC Vöhringen konnte sich immerhin neben ihrer Silbermedaille auch über den Sieg über die 60 Meter freuen, die sie mit großem Abstand und 7,64 Sekunden gewann.

Tremel und Zintl hoch hinaus

Ebenfalls erfreuliche und zuversichtlich stimmende Ergebnisse zeigten die jungen Damen auch in den technischen Wettbewerben. Luisa Tremel (TSV 1909 Gersthofen) übersprang 1,74 Meter, eine Höhe die auch im Wettbewerb der Frauen zu einer Podestplatzierung gereicht hätte. In der Frauenklasse ebenfalls mit einer Medaille davongekommen wäre Julia Zintl (LG Stadtwerke München), 3,50 Meter brachten ihr in der U18 überlegen Gold vor ihrer jüngeren Schwester Lena. Mara Barwitzki (LG Eckental) holte sich neben Bronze im 60-Meterlauf Gold im Weitsprung. Mit 5,52 Metern hatte sie knapp die Nase gegen Michelle Frank (FC Aschheim; 5,49 m) und Sara Warmuth (LG Erlangen; 5,48 m) vorn.

Cassandra Bailey mit Doppelsieg

Die zweite Doppelsiegerin des Wochenendes gab es mit Cassandra Bailey (LG Stadtwerke München) im Wurfbereich. Sowohl im Kugelstoßen, in dem Bailey mit 14,85 Metern nur knapp ihre Bestleistung verpasste, als auch im Diskuswurf gab es kein Vorbeikommen am Schützling von Trainer Andreas Bücheler. Neue bayerische Winterwurfmeisterin im Speerwurf wurde hingegen Elina Nebl (TSV Plattling), die mit den erzielten 44,32 Metern durchaus zu überzeugen wusste, genau wie die Silbermedaillengewinnerin Maxime Kirschner (LG Kreis Dachau; 42,18 Meter).

Susanne Brünnig mit Sturmlauf

In den Laufwettbewerben der U 20 beeindruckte Susanne Brünnig (LG Landkreis Kehlheim) über 800 Meter. Von der Spitze weg stürmte die noch 17-Jährige nicht nur zum Sieg, sondern zu neuer Bestzeit von 2:11,45 Minuten. Auch die Zweitplatzierte Barbara Plötz (TV Bad Kötzting, 2:14,29 Minuten) war noch schnell unterwegs. Bei den Buben lieferte Cross-EM-Teilnehmer Nick Jäger über 3000 Meter in 8:42,48 Minuten eine starke Leistung ab.