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25.06.18 22:40 Alter: 92 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport
Von: Karl Eberle

17. Meet-IN Ingolstadt: Hochklassiger Stabhochsprung, weite Sprünge sowie schnelle Sprints und Läufe

Wer am ersten fußballfreien Tag nach der WM-Vorrunde und vor allem nach dem Ausscheiden der deutschen Mannschaft Lust darauf hat, Spitzensport in Biergarten-Atmosphäre hautnah und live statt nur vor dem Fernseher zu erleben, hat am Freitag, 29. Juni, in Ingolstadt die beste Gelegenheit dazu. Das 17. MTV Meet-IN mit Stabhochsprung der Spitzenklasse geht ab 17 Uhr im MTV-Stadion über die Bühne. Am Start ist ein bunter Mix aus deutschen Sportlern und Teilnehmern aus Sambia, Südafrika, Lettland, Slowenien und weiteren europäischen Staaten.


Kommt Florian Gaul bei seinem erklärten Lieblingsspringen in Ingolstadt wieder an seine alten Höhen heran? Foto: Theo Kiefner

Im Mittelpunkt stehen dabei wie die Jahre zuvor die DLV-Stabartisten. Die im August anstehende Heim-EM im Berliner Olympiastadion verleiht dem MTV Meet-IN 2018 einen besonderen Stellenwert. Bis Mitte Juni hatten fünf deutsche Springer die EM-Norm von 5,60 Metern erfüllt. Olympiateilnehmer Karsten Dilla (Bayer 04 Leverkusen), Meet-IN-Sieger 2014,  zog am Wochenende in Madrid mit 5,61 Metern nach, so dass nun drei der sechs deutschen Athleten mit bereits erfüllter Norm in Ingolstadt am Start sein werden. Torben Laidig (LAV Stadtwerke Tübingen), der Zweite des Meet-IN 2016, und Daniel Clemens (LAZ Zweibrücken) haben ebenfalls schon die 5,60 Meter übersprungen. Für sie und Dilla gilt es in Ingolstadt, sich vor der endgültigen Nominierung, die nach den deutschen Titelkämpfen in Nürnberg erfolgt, mit guten Leistungen für einen der drei Startplätze zu empfehlen.

Diese drei Springer werden wohl auch den Kampf um die Siegprämie unter sich ausmachen. Als Außenseiter geht diesmal Florian Gaul (VfL Sindelfingen) in den Wettkampf. Nach seinen Meet-IN-Siegen von 2015 und 2016 war seine Saison 2017 von Verletzungen geprägt, die 5,30 Metern zum Saisoneinstieg am vergangenen Wochenende lassen aber auf bessere Höhen hoffen. Ähnliches gilt für den früheren Vizeweltmeister und Meet-IN-Seriensieger Malte Mohr (TV Wattenscheid 01), der nach zwei Seuchenjahren wieder Anschluss an die europäische Spitze sucht. Er hat für Ingolstadt eine Wildcard und wird sich erst nach dem Abschlusstraining am Donnerstag  für oder gegen einen Start entscheiden.

5,30 Meter sind dagegen das Ziel des frisch gebackenen süddeutschen Meisters Dennis Schober (ASV Landau), um sich wenigstens noch einen Startplatz für die DM in Nürnberg zu sichern. Vielleicht gibt es aber wie im Vorjahr eine Überraschung durch einen ausländischen Gast. 2017 düpierte der damals erst 20  Jahre alte finnische Hallen-Champion Urho Kujanpaa die Konkurrenz und gewann vor Karsten Dilla. Der Finne war damit nicht nur der bisher jüngste Meet-IN-Sieger, sondern auch der einzige Athlet, der die Dominanz der DLV-Stabis in 16 Jahren durchbrechen konnte. Ein solches Szenario ist auch dieses Jahr nicht auszuschließen. Mit Mareks Arents (Lettland) hat ein Athlet mit einem Hausrekord von 5,71 Metern für Ingolstadt gemeldet. Der Lette kommt mit der Empfehlung von Platz sechs bei den jüngsten Europameisterschaften in Amsterdam, wo er alle DLV-Starter hinter sich lassen konnte. Drei Wochen vor den deutschen Meisterschaften in Nürnberg ist somit ein spannender Wettkampf garantiert.

Traditionell werden den Zuschauern im MTV-Stadion auch stark besetzte Läufe von 100  bis 3000 Metern und hochklassige Weit- und Dreisprungwettbewerbe geboten. In dem auch mit Athleten aus Afrika besetzten Weit- und Dreisprung sind von den Meldeleistungen her sogar die Stadionrekorde in Gefahr. Der mehrfache österreichische Meister Julian Kellerer (Klagenfurt) wird sich hier mit dem starken Südafrikaner Maurice Mathabela duellieren, der auf seiner Europa-Tour in Ingolstadt Station macht.

Bei den international besetzten Sprints versucht sich Amelie-Sophie Lederer (LAC Quelle Fürth), bei der WM 2017 in London im deutschen Staffelaufgebot, mit flotten Zeiten für Berlin zu empfehlen. Favorit bei den Kurzsprints der Männer ist Hazemba Chidamba (Sambia) der mit Zeiten unter 10,40 Sekunden über 100 Meter und 20,60 Sekunden über 200 Meter aufwarten möchte  Aus Sicht von Gastgeber MTV Ingolstadt gehört der neu ins Programm aufgenommene Hochsprung zu den Highlights. Jenny Birzl und der frischgebackene Süddeutsche Meister Manuel Marko (beide MTV 1881 Ingolstadt) treffen hier auf Spitzenkonkurrenz aus ganz Bayern.

Die Wettkämpfe beginnen mit dem Dreisprung, dem Hochsprung der Frauen, den Staffelläufen und den Vorläufen über 100 Meter ab 16 Uhr. Das Hauptprogramm mit dem Stabhochsprung und Hochsprung der Männer, den Finalläufen sowie dem Weitsprung startet ab 17 Uhr. Innenraumkarten für Plätze direkt an der Stabhochsprunganlage sind an der Abendkasse erhältlich. Weitere Informationen auf www.mtv-in-la.de.