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Leichtathletik

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19.03.16 23:19 Alter: 2 Monat(e)
Kategorie: Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Top Stories
Von: leichtathletik.de

Hallen-WM in Portland: Christina Hering verpasst das 800-Meter-Finale

Eigentlich hatte Christina Hering (LG Stadtwerke München) gar nicht viel falsch gemacht in ihrem Vorlauf über 800 Meter bei der Hallen-WM in Portland (USA), der von Papierform der stärkste von drei Vorläufen war. Vor der letzten Runde hielt sie sich aussichtsreich direkt hinter der Mit-Favoritin Laura Roesler (USA), die das Rennen in 2:04,38 Minuten für sich entschied. Dann aber ging die Deutsche Meisterin nicht vorbei, sondern ließ noch die Äthiopierin Tigist Assefa (2:04,55 Minuten) passieren.


Einen Tick zu langsam für den Einzug ins 800-Meter-Finale war in Portland Christina Hering (Zweite von links). Platz drei im Vorlauf reichte nicht. Foto: Theo Getty Images

Da war der Zug abgefahren und es wurde Rang drei in 2:05,39 Minuten - eine Zeit doch deutlich über ihrem Hausrekord von 2:00,93 Minuten.

In den vorherigen zwei Läufen hatten die Athletinnen mehr Druck gemacht, allen voran in Rennen eins die Jahresschnellste Ajee Wilson (USA; 2:00,61 min). In ihrem Sog rannten die Athletinnen auf den Rängen zwei bis vier als Zeitschnellste gemeinsam mit den drei Vorlauf-Siegerinnen ins Finale. Unter ihnen auch die U18-Weltmeisterin vonn 2013 Anita Hinriksdottir (Island; 2:01,96 min). 2:02,34 Minuten reichten schließlich für die Runde der besten Sechs. Bei einem anderen Rennverlauf wäre das drin gewesen für Christina Hering.

"Den ersten Lauf haben wir noch im Callroom gesehen", rekaitulierte Christina Hering ihren zweiten WM-Auftritt. "Da wusste ich schon: Ein zweiter Platz über die Zeit ist schon mal vergeben. Dann habe ich auch die Zeiten des zweiten Laufs gesehen und dachte: Okay, in einem schnellen Rennen darf ich Dritte werden. Das bin ich dann ja auch geworden, aber leider war das Rennen nicht schnell. Besonders die zweite Runde war ziemlich langsam – aber ich hatte trotzdem mit einer Endzeit im Bereich des zweiten Laufs gerechnet. Ich musste immer ganz außen gehen. Ich glaube, das war trotzdem der richtige Weg, denn sonst wäre ich noch weiter hinten gelandet. Egal, wie schnell das Rennen ist: Es fühlt sich immer gleich anstrengend an. Ach, es ist schon schade, ich hätte das Zeug gehabt ins Finale zu laufen. Aber man sieht: Weltmeisterschaften sind etwas ganz anderes. Ich habe wieder mehr Erfahrungen mitgenommen und freue mich auf den Sommer."