Aufbautraining
(B-Jugend und älter)
Autor:
Jörg Stäcker
Eine jede Anpassung an die gesetzten Trainingsreize beansprucht
ein Mindestmaß an Zeit. Um eine stabile Formentwicklung zu gewährleisten,
müssen Trainingsreize über einen längeren Zeitraum regelmäßig,
kontinuierlich, wohldosiert und akzentuiert eingesetzt werden. D.h., nicht
zu viel auf einmal wollen und dadurch den Körper gar nicht spüren lassen,
was denn die schwerpunktmäßige Wirkungsrichtung sein soll. Aus diesem
Grunde unterteilt sich das Trainingsjahr in verschiedene, 6-8 wöchige
Trainingsperioden mit unterschiedlich dominanten Trainingsinhalten und
daraus abgeleiteten Einsatz der Trainingsmittel. Folgender Auszug – Umfänge, TE/Woche, Rhythmisierung,
Anzahl Bausteine pro Woche /Intensitätsverteilung - aus dem RTP
Aufbautraining 17 Jahre kann dafür als gutes Beispiel dienen: Alle
Intensitätsstufen bauen aufeinander auf. Erst nach einer mehrwöchigen, rein
aeroben und grundlegenden Trainingphase stehen erste entwickelnde
Trainingseinheiten, wie Fahrtenspiel etc. an. Und erst wiederum einige
Wochen später die ersten extensive Intervalle oder ausgewählte Crossläufe.
D.h., nicht verfrüht gleich in der zweiten Trainingswoche die ersten
Fahrtenspiele oder in der dritten die ersten Crosswettkämpfe absolvieren.
Merke: „Auch Rom wurde nicht an einem Tage erbaut“. Die Crossrennen werden
akzentuiert eingesetzt und sind jetzt im Herbst nur ein Trainingsmittel –
und nicht Trainingsziel. Eindeutiger Ausbildungsschwerpunkt in den ersten
beiden Mesozyklen bleibt die stabile Entwicklung der aeroben Ausdauer und
damit der Einsatz sämtlicher Dauerlaufformen mit in der Regel drei aeroben
Läufen pro Woche (für Mittel- und Langstreckler gleichermaßen). Stichwort
hier: „Erst das Fundament, dann das Haus“. Flankierend die Einheiten der
Kraftausdauer und Koordination/Technik/submaximalen Schnelligkeit.
