Unsere Partner:        

Sie sind nicht angemeldet | Login | Drucken

Startseite/  Nachricht Detail

Top Stories

< Vorheriger Artikel

04.06.10 12:43 Alter: 9 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport
Von: Simon Werhahn

Fabian Fleischmann setzt mit 2,10 Meter eine exzellente neue Bestmarke

Bayerns Hochspringer nutzten wie in den vergangenen Jahren den Fronleichnams-Tag, um sich beim Förderwettkampf einem Leistungstest mit starker Konkurrenz zu stellen. Austragungsort war diesmal Eggenfelden. Herausragend dabei Fabian Fleischmann (1. FC Passau), der seine Bestleistung auf 2,10 Meter schraubte.


Anne Rieger hat die 1,75 Meter mittlerweile fest im Griff. Fotos: Julia Auer

In diesem Jahr fand die Veranstaltung nicht wie in den Vorjahren in Kirchheim, sondern im Rahmen der Feierlichkeiten zum 125-jährigen Jubiläum des TV 1885 Eggenfelden statt. Neben sehr guten Leistungen in der Männlichen und Weiblichen B-Jugend setzte Fabian Fleischmann mit einem neuen Hausrekord von 2,10 Meter das Glanzlicht der Veranstaltung. Mit dieser Leistung dominierte er nicht nur den Hauptwettkampf, sondern schiebt sich zudem in der Deutschen Bestenliste auf den zweiten Rang.

Den Auftakt der Veranstaltung bildeten zwei Nachwuchswettkämpfe, in denen männliche und weibliche Schüler sowie B-Jugendliche die Gunst der Stunde nutzten, die Höhenjagd auf neue Bestleistungen zu eröffnen. Die herausragende Leistung bot der 14-jährige Tobias Scheunemann (TSV Plattling), der sich über 1,72 Meter freuen durfte.

Dem Hauptwettkampf der weiblichen Hochspringerinnen drückte erneut die B-Jugendliche Anne Rieger (SpVgg Auerbach-Streitheim) ihren Stempel auf. Sie bewies dabei mit übersprungenen 1,75 Meter und knappen Versuchen über 1,78 Meter erneut Ihre nationale Klasse. Dabei distanzierte sie Sarah Leidl, Anja Saumweber, Julia Auer und Franziska Roth mit jeweils übersprungenen 1,64 Meter deutlich und blieb bis 1,75 Meter ohne Fehlversuch.

Die männliche Konkurrenz im Hauptwettkampf wurde durch leistungsstarke Männer und Junioren aus Tschechien aufgewertet, die allerdings wider Erwarten nicht die größten Höhen des Tages ablieferten, sondern fast schon zu Statisten in der „Fleischmann-Show“ wurden. Mit soliden Sprüngen bis 2,02 Meter zeigte der Passauer, dass er nicht nur zu den besten Hürdenläufern in Deutschland zählt, sondern dass auch im Hochsprung nach wie vor mit ihm zu rechnen ist. Mit jedem Sprung holte er sich mehr und mehr die Sicherheit, die er dann bei 2,05 Meter brauchte, um eine neue persönliche Bestleistung aufzustellen. Die Bestleistung sollte jedoch nicht lange Bestand haben, da er wenige Minuten später mit einer weiteren neuen Bestmarke von 2,08 Meter nicht nur den letzten noch im Wettkampf befindlichen Tschechen Lucas Horak überflügelte, sondern auch das fachkundige Publikum begeisterte. Unterstützt vom Publikum überwand er anschließend auch noch die Höhe von 2,10 Meter, was Disziplintrainer Edi Segerer zu der Aussage verleitete, dass dies nun wirklich „ehrlicher Hochsprung“ sei. Die drei weiteren Versuche über 2,12 Meter zeigten das Potential des A-Jugendlichen und dass er sicher noch den einen oder anderen Zentimeter drauf packen kann.

Die männliche B-Jugend war in Eggenfelden fest in fränkischer Hand. Mit 1,99 Meter und Einstellung seiner persönlichen Bestleistung verwies der Erstplatzierte der vorjährigen deutschen Schülerbestenliste, Daniel Hofmann vom TV Zeil, den Zweitplatzierten der Bestenliste, Manuel Marko (LAZ Kreis Würzburg) auch in diesem Wettkampf auf den zweiten Rang. Der Würzburger freute sich neben der neuen persönlichen Bestleistung von 1,95 Meter über die gleichzeitige Qualifikation zur Deutschen Jugendmeisterschaft. Die beiden werden also auch bei der DM in Ulm versuchen, bei der Vergabe der Medaillen in der B-Jugend einzugreifen. Als nächster Kandidat für die Teilnahme in Ulm präsentierte sich Julius Rapp (LG Donau/Ilm), der nur knapp an der Qualifikationshöhe von 1,95 Meter scheiterte und mit 1,91 Meter Dritter wurde.

Die Wettkämpfe wurden von Jörg Nowy in gewohnt professioneller Weise kommentiert und begleitet, quasi als „Freiluft-Version“ des alljährlichen Drei-Königs-Springens in der Essinger Sporthalle. Bei der Überleitung zu den Dankesworten, die Edi Segerer an die Organisatoren und Ausrichter des Förderwettkampfes richtete, hatte Nowy die Lacher auf seiner Seite, als er ihn als den Disziplintrainer des "Bayerischen Hochsprung-Verbandes" ankündigte. Der Förderwettkampf des TV 1885 Eggenfelden hat sich als gleichwertiger Ersatz für das Meeting in Kirchheim präsentiert, was auf eine Neuauflage im kommenden Jahr hoffen lässt.