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16.08.14 00:18 Alter: 5 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik
Von: leichtathletik.de/Silke Morrissey

EM Zürich: Kamghe Gaba glücklicher Sechster im 400-Meter-Finale

Mit dem Einzug ins Finale hatte Kamghe Gaba (LG Stadtwerke München) in Zürich bereits den größten Erfolg seiner Karriere gefeiert. In 45,83 Sekunden belegte er am Freitagabend bei den Europameisterschaften in Zürich (Schweiz) den sechsten Rang. Großbritannien feierte einen Doppelsieg, für Israel gab’s mit Bronze die erste 400-Meter-EM-Medaille.


Drei bravouröse Rennen und am Schluss Platz sechs im EM-Finale: Kamghe Gaba kann mit dem Verlauf der EM bislang hoch zufrieden sein. Foto: Theo Kiefner

Kamghe Gaba ging auf Bahn sieben an den Start, im Blickfeld vor ihm nur der Spanier Samuel Garcia auf Bahn acht. Diesen konnte er auf der Zielgeraden niederringen, und da der Belgier Jonathan Borlée kurzfristig auf den Start verzichtet hatte, durfte sich der deutsche 2,02-Meter-Mann über EM-Rang sechs freuen. Nach vorne ging nichts mehr, eingangs der Zielgeraden zogen die Favoriten auf den Innenbahnen am Deutschen Meister vorbei.

Schon kurz nach dem Rennen kehrte das strahlende Lachen, das Kamghe Gaba während der EM-Tage begleitet hatte, zurück in sein Gesicht. Sein EM-Erfolg krönte eine starke Comeback-Saison mit reihenweise Zeiten unter der 46-Sekunden-Marke. Er war der erste Deutsche seit Ingo Schultz 2002 in München, der ein EM-Finale erreichte.

"Diese 400 Meter waren auf jeden Fall schön! So ein EM-Finale ist noch einmal eine ganz andere Nummer", bilanzierte der frischgebackene EM-Sechster nach dem Rennen. "Als die Jungs bei 280, 300 Metern an mir vorbeigeschossen sind wusste ich, da kann ich nicht mithalten. Die Platzierung ist schön, mit einer neuen Bestzeit wäre sie perfekt gewesen. Nach drei Rennen sind meine Beine müde, das habe ich schon bei der Erwärmung gespürt, wollte daran aber nicht denken. Wenn ich morgen im Staffel-Vorlauf nicht ran müsste, hätte ich nichts dagegen. Darüber muss ich jetzt erst einmal mit dem Bundestrainer sprechen."

Die Routine setzte sich im Kampf um die Medaillen durch: Martyn Rooney (Großbritannien) hat sein Bronze von 2010 in Barcelona (Spanien) vergoldet. Der 27-Jährige ließ dabei unter anderen seinen 19 Jahre alten Landsmann Matthew Hudson-Smith (44,75 Sekunden) hinter sich, der als Jahresschnellster angereist war. Zudem schnappte sich Rooney in 44,71 Sekunden Europas Jahresbestzeit. Auf Rang drei holte Donald Sanford (45,27 Sekunden), geboren und aufgewachsen in den USA, Bronze für Israel.