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26.05.15 22:04 Alter: 4 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Laufsport
Von: Dieter Claus

Alt und jung suchen auf der Stoißer Alm ihren Bayerischen Meister am Berg

Der Reigen der Titelkämpfe außerhalb des Stadions wird am Samstag, 30. Mai, mit den Bayerischen Berglaufmeisterschaften der Senioren beziehungsweise U 18/ U 20 fortgesetzt. Der Wettbewerb findet im Rahmen des Stoißer-Alm-Berglaufes statt, den es seit dem Jahr 1985 gibt und einigen Sportlern als Meisterschaft aus früheren Jahren in Erinnerung geblieben ist. Knapp 200 Bergläufer werden um 14 Uhr in Anger am Achner Lagerplatz auf die Strecke geschickt.


In die Favoritenrolle bei den Frauen auf der Stoißeralm gerückt ist U 20-Mannschafts-Berglauf-Weltmeisterin Nada Balcarczyk. Foto: Theo Kiefner

Die Athleten müssen auf durchgehend befestigten, breiten Forststraßen in waldreichem Gebiet laufen. Dabei bietet die Strecke den Vorteil einer relativ gleichmäßigen Steigung. Besonders die ersten Kilometer sind für routinierte Straßenläufer kein Problem. 2012 wurden sowohl bei den Männern als auch bei den Frauen langjährige Streckenrekorde eingestellt. Den Streckenrekord mit 30:03 Minuten hält bei den Männern Michael Raellert. Im Vorjahr gewann mit 30:24 Minuten Korbinian Schönberger. Bei den Frauen hat Julia Lettl mit 35:29 Minuten die schnellste Zeit zur Stoißeralm vorgelegt. Zirka sieben Kilometer und 670 Höhenmeter trennen Start und Ziel..

Im Meisterschaftswettbewerb 2015 gilt bei den Frauen das Nachwuchstalent Nada Balcarczyk (LG Würm-Athletik) als Favoritin. Die Auszubildende zur Verwaltungsfachangestellten gewann vor kurzem bei den Deutschen Meisterschaften in Bühlertal die Vizemeisterschaft bei den Juniorinnen. Nach Nada Balcarczyk könnten nach etwa zwei Minuten Rückstand Waltraud Berger (TG Salzachtal), Susanne Schmidt, Astrid Zunner-Ferstl (beide SWC Regensburg), Barbara Stich (PTSV Regensburg) und Gertraud Schön (FTSV Straubing) einlaufen.

Interessant wird auch sein, wie sich die Straßenläuferin und Newcomerin bei den Berglauf-Seniorinnen, Carmen Schlichting-Förtsch (SC Kemmern), behaupten kann. Für den Klassensieg in der W 35 hat sie jedenfalls gute Chancen. In der W 40 lönnte die bayerische Berglaufmeisterin 2012 Astrid Zunner-Festl die Goldmedaille gewinnen. Stark ist die Konkurrenz in der W 45: Barbara Stich, Susanne Schmidt, Waltraud Berger und Gertraud Schön kämpfen hier um die Medaillen. Hoffnungen auf eine Titelverteidigung wird sich in der W 50 Irmgard Leibl (TV Geiselhöring) machen. Aber als Klassenneuling und erfahrene Bergläuferin auf anspruchsvollen Strecken wird hier Ulrike Mayer-Tancic (LG Telis Finanz Regensburg) mitmischen wollen.

In der W 55 starten wieder die ersten Drei aus dem Jahr 2014: Christine Sachs (TV Geiselhöring), Sieglinde Flexeder (SVG Ruhstorf/Rott) und Carmen Fuhrmann (Team Klinikum Nürnberg). Sieglinde Flexeder kehrte aus Bühlertal mit einer Bronzemedaille heim. Inge Pfauser (SWC Regensburg), der in der W 60 gute Chancen eingeräumt werden, ist eine der zehn Läuferinnen, die mit Udo Reichel als Trainer des SWC Regensburg nach Anger fahren. Er hofft auf mehrere Medaillen für den Verein in der Einzel-, aber noch vielmehr in der Teamwertung

In der Masterklasse M 40 sind die ersten drei des Jahres 2014 in die M 45 aufgestiegen. Vielleicht ergibt sich dadurch eine Medaillenchance für Boris Kirst (Skiclub Haag) und Jürgen Schröpf (SWC Regensburg). "Aufsteiger" Stephan Tassani-Prell (SC Ainring) wird wohl in der neuen Klasse M 45 das Regiment übernehmen wollen. Sein gefährlichster Konkurrent ist dann Roland Wild (LG Bamberg), er gewann in Bühlertal die Silbermedaille.

31 Senioren starten in der M 50. Der Top-Favorit ist einmal mehr Reinmund Hobmaier (PTSV Rosenheim). Aus Bühlertal kehrte er mit der Silbermedaille heim. Dort gab es Gold für seinen Vereinskameraden Winfried Huber. Wer kann ihn in Bayern aktuell in der Klasse M 55 gefährden? Dem vorwiegend in Straßenläufen erfolgreichen Siegfried Haas (RSC Neukirchen) wird der Streckenverlauf zur Stoißeralm entgegenkommen.

In den Klassen M 60 und M 65 dürften drei Läufer das Siegerpodest besteigen dürfen, die schon bei den "Deutschen" erfolgreich waren: Elmar Fries (TV Geiselhöring; M60) und Manfred Dormann sowie Reinhard Vogler (beide TV Bad Brückenau; M65). Der 77-jährige Georg Groß (SVO LA Germaringen) startet nur, wenn er auch in seiner Wertung M 75 teilnehmen kann. Mit einer Zeit von 46:14 Minuten gewann er im Vorjahr mit einem riesigen Vorsprung von den Konkurrenten der Klassen M 75 sowie M 70. Auch diese Jahr ist ihm der Sieg kaum zu nehmen.