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17.05.16 02:51 Alter: 3 Monat(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport
Von: LG Stadtwerke München/BLV

Ludwig-Jall-Sportfest München: Tobias Giehl meldet sich mit deutscher Jahresbestleistung zurück

"Das sah endlich mal wieder so richtig nach 400-Meter-Hürdenlauf aus“, freute sich Peter Rabenseifner nach einem sehenswerten Rennen beim 31. Ludwig-Jall-Sportfest im Dantestadion. Soeben war sein Schützling Tobias Giehl (LG Stadtwerke München) überzeugend zum Sieg über 400 Meter Hürden gelaufen und hatte dabei nicht nur die stärker eingeschätzten Paul Byrne und Georg Fleischhauer hinter sich gelassen, sondern auch noch in 50,28 Sekunden eine neue deutsche Jahresbestleistung aufgestellt.


Sieht wieder mach 400-Meter-Hürdenlauf aus: Tobias Giehl schaffte beim Münchner Ludwig-Jall-Sportfest eine neue deutsche Jahresbestleistung. Foto: Theo Kiefner

Und dass es so richtig gut nach 400-Meter-Hürdenlauf aussah, das ist nach zwei Jahren mit vielen Verletzungen und Rückschlägen nicht selbstverständlich. Folgerichtig erhielt Tobias Giehl, der U 20-Europameister von 2009, auch den Ludwig-Jall-Ehrenpreis für die beste Leistung des Meetings. Zur EM-Norm für Amsterdam (Niederlande; 6. bis 10. Juli) fehlten nur 28 Hundertstel.

Auch Trainingspartner Johannes Trefz, der sich bei einem Rennen gegen internationale Konkurrenz am Vortag in Herzogenaurach mit Platz 3 in 46,63 Sekunden an die Spitze der deutschen 400-Meter-Bestenliste schob, schlug sich über 200 Meter ausgezeichnet und sicherte sich in 21,62 Sekunden den Gesamtsieg vor Laurin Walter (21,81 Sekunden), der seit Jahresbeginn ebenfalls von Peter Rabenseifner und Korbinian Mayr betreut wird. Gemeinsam ging es noch am Samstagabend in ein letztes Trainingslager nach Sterzing, bevor im Juni die wichtigen Rennen in Jena, Regensburg und bei der Deutschen Meisterschaft in Kassel anstehen.

Nach der verletzungsbedingten Absage von Fabienne Kohlmann wurde das 400-Meter-Rennen der Frauen zum Alleingang für Christina Hering (LG Stadtwerke München). In 54,10 Sekunden testete die deutsche Hallenmeisterin über 800 Meter – trotz Gegenwind auf der Gegengerade – erfolgreich für ihren Saisoneinstieg auf ihrer Spezialstrecke am Pfingstmontag in Rehlingen, bei dem bereits die Olympia-Norm (2:01,50 Minuten) fallen könnte.

Immer etwas Besonderes ist das Ludwig-Jall-Sportfest auch für Speerwerfer Lars Hamann. Im vergangenen Jahr verließ er das Dantestadion mit einer persönlichen Bestweite und einer gebrochenen Rippe. Dieses Jahr hielt das Schuhwerk der Dynamik des Speerwerfers nicht stand. Doch bereits zuvor hatte Hamann als einziger Teilnehmer die 80-Meter-Marke übertroffen (80,37 Meter). In der Folge verhinderte nicht nur das lädierte (und mit Kabelbinder notdürftig reparierte) Schuhwerk, sondern auch das immer schlechter werdende Wetter eine bessere Weite. LG-Athlet Jonas Bonewit konnte sich nach einem ordentlichen ersten Versuch (72,43 Meter) nicht mehr weiter steigern und belegte in der Endabrechnung hinter dem estnischen Meister Magnus Kirt (77,19m) und Bernhard Seifert aus Potsdam (72,64 Meter) Platz vier.

Die Kugelkonkurrenz entschied der Wattenscheider Leonid Ekimov mit einer Weite von 17,72 Meter für sich, der weniger mit dem Wetter („Meine Bestleistung habe ich auch im Regen gestoßen“), sondern mehr mit der eigenen Performance haderte. Valentin Döbler (LG Stadtwerke München) blieb mit 16,89 Meter weit unter seinen Möglichkeiten und landete hinter Christian Zimmermann (Kirchheimer SC; 17,60 Meter) auf Rang drei.

Ihre gute Form stellten am Samstag auch die LG-Nachwuchssportler David Faltenbacher und Lukas Koller unter Beweis. Der 17-jährige Faltenbacher gewann den Weitsprung der U 20 souverän mit einer Weite von 7,13 Meter. Ebenfalls mit großem Vorsprung siegte der 19-jährige Lukas Koller mit 55,84 Meter im Diskuswurf der Männer. Bei den Frauen überwand Evi Weber (TSV 1862 Erding) mit ihrem einzigen gültigen Wurf zum ersten Mal in diesem Jahr die 50-Meter-Marke ( 50,15 Meter). Paul Walschburger (LAZ Kreis Günzburg), eigentlich mehr ein Weitspringer, bestätigte in seinem zweiten Dreisprung-Wettkampf mit einer Weit von 14,47 Meter, dass die 15-Meter-Marke keine unerreichbare Grenze sein muss.

Bei über weite Strecken der Veranstaltung überraschend trockenem und teilweise sogar sonnigem Wetter konnte sich das Organisationsteam von PSV München und LG Stadtwerke München bei der 31. Auflage des Ludwig-Jall-Sportfests über insgesamt 400 Teilnehmer freuen.