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Leichtathletik

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24.11.16 10:00 Alter: 3 Monat(e)
Kategorie: Leichtathletik
Von: LAC Quelle Fürth

Fürther Funktionärs- und Sportlerinstanz Georg Dengler verstorben

Das LAC Quelle Fürth und der Leichtathletikbezirk Mittelfranken haben überraschend ihr ältestes Mitglied und populärsten Athleten verloren: Georg Dengler, bis Ende der 1990er Jahre stellvertretender Bezirksvorsitzender, Ehrenmitglied und Ehrenringträger des BLV starb im Alter von 92 Jahren.


Georg Dengler. Foto: privat

Am 22. Oktober, am Ehrenabend des TV Fürth 1860, wurde Georg Dengler noch für 75 Jahre Vereinstreue geehrt und erlebte es mit großem Stolz und Vergnügen. Er hat sich für den Sport und insbesondere für die Leichtathletik in Fürth sehr verdient gemacht. Georg „Gerch“ Dengler, Ehrenvorsitzender des LAC Quelle Fürth, war fast alles in der Leichtathletik: Athlet, Trainer, Funktionär. Also alles, was ein Verein beziehungsweise eine Abteilung sich wünscht. Ein Leben für den Sport.

Während des Krieges im Herbst 1941 kam Georg zum Turnverein und wurde ein begeisterter Läufer und Handballspieler. Kurz vor Kriegsende wurde er noch in den Kampf geschickt und geriet dabei in Afrika in Gefangenschaft. Nach seiner Heimkehr setzte er am Lohnert-Spielplatz seine Läuferkarriere fort und wurde in den folgenden Jahren mit zwei Länderkämpfen belohnt.

Er startete dabei über 800 Meter und er war in diesen Jahren neben dem deutschen Stabhochsprungmeister Willi Reißmann der erfolgreichste Fürther Leichtathlet. Er übernahm auch das Training und die Abteilungsleitung bis 1970. In dieser Zeit gab es sehr viele Erfolge junger Talente im Sprintbereich, deutsche Juniorenmeister und Bayerische Meister. Ab Dezember 1969 wurde die Abteilung vom Hause Schickedanz finanziell großzügig unterstützt und nun LAC Quelle Fürth benannt. Georg Dengler unterstützte fortan das Vorstandsteam als Ehrenvorsitzender.

Doch diese Position genügte ihm nicht. Er war auch in der Vorstandsriege der Leichtathleten des Kreises Nürnberg, auch bei den Kampfrichtern und bei den Prüfern für Sportabzeichen war er präsent. Für sein großes Engagement erhielt er viele Ehrungen und Auszeichnungen. Besonders stolz war er auf den Ehrenbrief der Stadt Fürth und über das Bundesverdienstkreuz für den Sport. Sein schönstes Erlebnis war die Berufung als Kampfrichter bei der Olympiade 1972 in München.

Neben der Leichtathletik hat er beim TV Fürth 1860 noch anderen Sport betrieben. Er spielte mit Begeisterung Tennis und im Winter war er mit der Wintersportabteilung sehr oft beim Skifahren und hat so manchen Sturz gebaut. Er schätzte auch sehr die Freundschaften und die Gemütlichkeit, insbesondere bei seinem 60er-Stammtisch „Frohe Franken“.