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29.04.19 12:26 Alter: 22 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Laufsport, Senioren- und Breitensport, Oberpfalz
Von: Dieter Claus

Marathon-DM Düsseldorf: Anja Scherl kommt spät, läuft fulminant und siegt klar

Einmal mehr untermauerten mit der LG Telis Finanz Regensburg und der LG Passau bei den Deutschen Marathonmeisterschaften in Düsseldorf zwei bayerische Kaderschmieden des Langstreckenlaufs ihre Vormachtsstellung. In der Mannschaftswertung gewannen bei den Männern die Passauer, bei den Frauen die Regensburgerinnen. Die Überraschung des Tages war freilich die Nachmeldung von Anja Scherl (LG Telis Finanz Regensburg). die die stark favorisierte Anna Hahner (SCC Berlin) klar deklassierte.


Happyend nach gelungener Undercover-Aktion: Anja Scherl (Mitte) freute sich bei der Siegerehrung über ihre erste Deutsche Meisterschaft. Auf den Plätzen landeten Anna Hahner (links) und die Bronzemedaillengewinnerin Isabel Leibfried (rechts).

In bestechender Form präsentierte sich Überraschungssiegerin Anja Scherl in Düsseldorf. Fotos: Scherl

"Ich bin noch nie Deutsche Meisterin geworden, damit ist heute ein Traum in Erfüllung gegangen!" So kommentierte Anja Scherl ihren Titelgewinn und den Gesamtsieg. "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen!", schrieb sie im Glücksgefühl des Sieges auf ihrer Homepage.

Mit ihrem zweiten Start auf der Marathondistanz binnen wenigen Wochen und zwei ausgezeichneten Leistungen hat die gebürtige Ambergerin mehr als nur das Mögliche erreicht. In der Teamwertung wurde die 33-jährige Olympiateilnehmerin von 2016 dann mit den weiteren Telisfrauen Monika Heiß und Eva Haberl überdies auch Gesamtsiegerin. Heiß reiste mit der Silbermedaille in der W 45 nach Hause. Die Gymnasiallehrerin für Englisch und Französisch läuft nun seit 25 Jahren Marathon und verbindet nach gut 93 000 Lebens-Kilometern ihre Leistung von Düsseldorf mit einem Gefühl der Dankbarkeit. Haberl wollte gerne die Drei-Stunden-Marke knacken, und dies gelang ihr mit 2:59:49 Stunden auch. Dass dabei noch Bronze in der W 35 herauskam, freute sie zusätzlich.

In der W 50 wurden zwei Läuferinnen bayerischer Vereine zur Siegerehrung gerufen: Christine Ramsauer (Team Memmert) erkämpfte sich die Silbermedaille, Amanda Reiter (PTSV Rosenheim) gewann Bronze. „Schnelle Citymarathons – weil die 42,195 Kilometer einfach super viel Spaß machen“, drückt Elvira Flurschütz auf der Homepage des SC Kemmern aus. In Düsseldorf konnte sich die 30-Jährige unter die Top-Ten in der Wertung der Deutschen Meisterschaften schieben.

„Wir haben im Vorfeld schon auf eine Medaille mit der Mannschaft gehofft und sind mit fünf Mann angereist. Dass es dann am Ende mit elf Sekunden Vorsprung zum Sieg gereicht hat, freut uns umso mehr“, berichtete Tobias Schreindl (LG Passau). Er selbst hatte mit seinem dritten Platz natürlich enorm viel für den Mannschaftserfolg der Passauer mit Maxim Fuchs und Stefan Fruhmann beigetragen. Schreindl, der selbst schon Deutscher Meister im Marathon wurde, lässt im Gegensatz zu mehreren Eliteläufern die nationalen Meisterschaften nie aus. Fuchs fand sich mit einer Zeit von 2:29:23 Stunden als Elfter in der Meisterschaftswertung, und Fruhmann erschien als Vizemeister in der Siegerliste M 40. Der vierte Passauer Läufer Giovani Gonzalez Popoca brachte Bronze der Klasse M 35 aus Düsseldorf mit.

Im Vorjahr belegte Klaus Klement (LG Fichtelgebirge) in Düsseldorf in der M 45 den 14. Platz. 2019 kehrt er mit einer Bronzemedaille nach Rehau zurück. So wie Schreindl lässt auch Klaus Mannweiler (TSV Wolfratshausen) selten Titelkämpfe aus. Und er gewinnt dann häufig eine Medaille. Am vergangenen Sonntag war es in der M 50 Bronze. Eine fürwahr eindrucksvolle Bilanz.