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14.05.19 18:33 Alter: 7 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport
Von: leichtathletik.de

World Relays Yokohama: 4 x 100-Meter-Staffel mit Alexandra Burghardt fährt Bronze ein

Fünf Sprinterinnen und Sprinter aus dem Freistaat Bayern durften mit dem DLV-Aufgebot zu den World Relays nach Yokohama fahren - und wurden dort auch durchaus erfolgreich eingesetzt. Sogar mit einer Medaille nach Hause fahren konnte Alexandra Brughardt (SV Gendorf-Wacker Burghausen), die nach dem Ausfall von Lisa Mayer im 4 x 100-Meter-Endlauf zum Einsatz kam. Dort holte sie überraschend Bronze.


Alexandra Burghardt (rechts) und die World Relays - das passt! Wie vor zwei Jahren, als die Oberbayerin völlig überraschend mit der DLV-Staffel Gold holte, durfte sie nun erneut kurzfristig einspringen, was mit der Bronzemedaille belohnt wurde. Foto: DLV

2017 hatten sie völlig überraschend bei den World Relays den Titel über 4 x 100 Meter geholt. Am Sonntag in Yokohama bewiesen die deutschen Sprinterinnen erneut, dass sie zur absoluten Sprint-Weltspitze zählen: Lisa Marie Kwayie (Neuköllner SF), Alexandra Burghardt (SV Gendorf-Wacker Burghausen), die Lisa Mayer (Sprintteam Wetzlar) im Finale ersetzte, Gina Lückenkemper (SCC Berlin) und Rebekka Haase (Sprintteam Wetzlar) mussten sich in 43,68 Sekunden nur den USA (43,27 Sekunden) und Jamaika (43,29 Sekunden) geschlagen geben. Die Zeiten waren deutlich langsamer als in den Vorläufen am Samstag und zeigen, dass die Bedingungen in Yokohama am Sonntag nicht einfach waren.

„Es waren wirklich schwierige Bedingungen: 16 bis 17 Grad und viel Wind machen das Wechseln natürlich nicht leicht. Insgesamt haben wir das Optimum herausgeholt. Wenn Jamaika und die USA keinen Fehler machen, wird es schwer, diese Staffeln zu schlagen“, sagte Bundestrainer Ronald Stein. Er konnte dabei auf ein eingespieltes Team bauen. Auch der Ausfall von Lisa Mayer konnte kompensiert werden. „Alexandra Burghardt hat ihre Sache richtig gut gemacht“, so Ronald Stein.

Bis zum letzten Wechsel war sogar eine andere Medaillenfarbe für die deutschen Sprinterinnen möglich. Doch Rebekka Haase musste die Konkurrentinnen Aleia Hobbs (USA) und Jonielle Smith (Jamaika) ziehen lassen. Allerdings gelang es ihr, die stark aufkommende Brasilianerin Vitoria Cristina Rosa (43,75 Sekunden) auf Distanz zu halten. Die Medaillenkandidaten aus Frankreich und Großbritannien waren schon im Vorlauf am Samstag ausgeschieden.

Katrin Fehm mit 4 x 200 Meter-Staffel Fünfte

Zwei Anwärter einer Medaille hatten es gar nicht erst ins Finale geschafft. Sowohl Frankreich als auch die in Yokohama enttäuschende Sprint-Nation Jamaika wurden im Vorlauf nach Wechselfehlern disqualifiziert. Wie wichtig gute Wechsel über 4 x 200 Meter sind, hatte sich schon im Rennen der Frauen wenige Minuten zuvor gezeigt. Nach völlig verkorksten Staffelübergaben wurden die USA disqualifiziert, Jamaika – mit den Olympiasiegerinnen Elaine Thompson und Shelly-Ann Fraser-Pryce – rettete mit 1:33,92 Minuten Bronze. Auf Bahn neun jubelte Frankreich mit 1:32,16 Minuten über Gold, China (1:32,76 Minuten) folgte auf dem Silberplatz. Um die Zeiten einzuordnen: Vor zwei Jahren auf den Bahamas liefen die deutschen Sprinterinnen in 1:30,68 Minuten zu Silber.

In Yokohama schickte der DLV Jennifer Montag (TSV Bayer 04 Leverkusen), Katrin Fehm (ESV Amberg), Sophia Junk (LG Rhein-Wied) und Jessica-Bianca Wessolly (MTG Mannheim) ins Rennen. Und da nur neun Staffeln gemeldet waren, ging es im Finale gleich um die Medaillen. Dort schlug sich die junge Staffel mit 1:34,92 Minuten auf Platz fünf achtbar. Montag, Fehm und Junk zählen zur U 20-Weltrekordstaffel über 4 x 100 Meter. „Für sie waren das lange Trainingslager in Japan und die World Relays ein wichtiger Lerneffekt für ihre sportliche Zukunft“, so Ronald Stein.

Corinna Schwab im Doppeleinsatz

Mit Corinna Schwab (LG Telis Finanz Regensburg) hat die bundesdeutsche Mixed-Staffel über 4 x 400 Meter in Yokohama Platz sieben belegt. Damit wird ein deutsches Quartett bei der WM-Premiere dieser Staffel dabei sein.

Die entscheidende Aufgabe hatte die deutsche Mixed-Staffel bereits am Samstag gelöst: Mit Platz fünf im Vorlauf in deutscher Rekordzeit (3:16,85 Minuten) und dem Einzug ins A-Finale qualifizierte sich das Quartett direkt für die WM-Premiere dieser Staffel bei der WM im Herbst in Doha (Katar). Die Taktik einer möglichsten starken Vorlaufstaffel war also aufgegangen.

Im Finale am Sonntag kamen im Gegensatz zum Vorlauf vier andere Langsprinter zum Einsatz: Marc Koch (LG Nord Berlin), Corinna Schwab, Svea Köhrbrück (SCC Berlin) und Marvin Schlegel (LAC Erdgas Chemnitz) maßen sich mit der Weltspitze und belegten am Ende mit 3:22,26 Minuten Platz sieben. Schlussläufer Marvin Schlegel gelang es noch, am belgischen Schlussläufer Jonathan Sacoor vorbeizuziehen. Der junge Sprinter hatte erst 30 Minuten zuvor die belgische Männerstaffel als Schlussläufer zu Bronze über 4x400 Meter geführt und konnte nicht mehr dagegenhalten. Corinna Schwab hatte zuvor den Vorlauf in der 4 x 400-Meter-Staffel der Frauen bestritten, wo sich das DLV-Quartett in 3:30,32 Minuten für das B-Finale qualifiziert hatte. In der Gesamtwertung wurden die Damen Elfte und verpassten damit um einen Platz das Ticket für die WM in Doha.

DLV-Männer mit Trefz und Schneider im B-Finale auf Platz sechs

Auf zwei Positionen im Vergleich zum Vorlauf am Samstag wurde die deutsche 4 x 400-Meter-Staffel bei den Männern verändert: Tobias Lange (TSV Bayer 04 Leverkusen) und Torben Junker (LG Olympia Dortmund) wechselten von der Mixed-Staffel ins Männer-Quartett. Beide besetzten die ersten beiden Positionen und brachten den deutschen „Vierer“ ins Rollen. Es folgten Patrick Schneider (LAC Quelle Fürth) und Johannes Trefz (TSV Gräfelfing), die bereits im Vorlauf im Einsatz waren.Mit 3:05,35 Minuten steigerte sich die DLV-Staffel im Vergleich zum Vorlauf um knapp eine Sekunde und belegte im B-Finale Platz sechs. Im Kampf um den wichtigen zweiten Platz und die damit verbundene direkte WM-Qualifikation konnten die deutschen Langsprinter allerdings nicht eingreifen. Mit 3:02,87 und 3:02,99 Minuten sicherten sich Italien und Frankreich die Doha-Tickets.