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17.07.19 15:56 Alter: 37 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Jugend / Schüler
Von: Simon Holländer

Bayerische Meisterschaften Augsburg 3: Zahlreiche Doppelsieger und viele starke Leistungen

Simultan zu den Wettkämpfen der Aktiven ermittelten auch die Athleten der U 20 und der U 18 im Augsburger Rosenaustadion ihre Bayerischen Meister. Während einige Athleten die guten äußeren Bedingungen noch für einen letzten Formtest für die U 20-EM im schwedischen Borås oder für das EYOF in Baku nutzten, ging es für die meisten Startern noch um die Qualifikation für die Jugend-DM in Ulm. Mit Erfolg wie die Ergebnislisten beweisen, gab es doch noch zahlreiche Last-Minute-Normen zu feiern.


Aus den Händen von BLV-Vizepräsident Sprt Reinhard Köchl (rechts) erhielt Viola John den Hartmut-Schweitzer-Wanderpreis für die beste Jugend-Sprintleistung des Wochenendes.

Generalprobe für Borås geglückt: Elisabeth Hafenrichter präsentierte sich vor den U 20-Europameisterschaften im Augsburger Rosenaustadion in prächtiger Form.

Spannend verlief der Schlussspurt über 800 Meter zwischen Maximilian Öchsl (links) und Paul Feuerer.

Die besten Hochspringer bei den Jungs trugen zufälligerweise grüne Trikots. Filip Hoffmann überwand zum ersten Mal die Zwei-Meter-Marke . . .

. . . und Florian Roth gewann in der U 18-Klasse Gold.

Emelie Hense (links) konnte über die Stadionrunde Lara Holzhauer (rechts) in Schach halten.

Eine Klasse für sich war bei den Bayerischen Meisterschaften einmal mehr Selina Dantzler.

Eddie Reddemann (links) konnte Tinor Revfalvi (rechts) zwar bedrängen, aber letztlich nicht besiegen.

Lisa Basener beherrschte klar und überlegen die 3000 Meter. Alle Fotos: Theo Kiefner

Weibliche U 20

Insbesondere auf der schnellen Augsburger Bahn purzelten zahlreiche Normen, allein im 100-Meter-Finale der weiblichen U 20 konnten drei junge Damen den vom DLV ausgeschriebenen Richtwert unterbieten. Tina Benzinger (LG Stadtwerke München) konnte sich neben der Normerfüllung noch über einen weiteren Lauf unter zwölf Sekunden (11,99 Sekunden) und den Bayerntitel 2019 freuen. Dahinter warf sich in ebenfalls guten 12,11 Sekunden Svenja Heidecke (LG Forchheim) ins Ziel, gefolgt von Louise Wieland (LG Stadtwerke München). Nicht einmal 24 Stunden später machte Benzinger dann das begehrte Sprintdouble mit einem Sieg über die 200 Meter perfekt, gefolgt von Louise Wieland, die sich nach Bronze am Vortag nun Silber umhängen lassen durfte. Rang drei und damit Bronze ging an Mia Weißhaar (LG Karlstadt-Gambach-Lohr). Das Wochenende krönte Benzinger anschließend schließlich noch mit der Staffel der LG Stadtwerke München, die in der Besetzung John, Wieland, Benzinger und Zintl vor den Teams der LG Karlstadt-Gambach-Lohr und der LG Würm Athletik zum Titel lief.

Der Titel auf der Stadionrunde ging in ebenfalls ansprechenden 55,73 Sekunden an Sophia Müller (SpVgg. Auerbach/Streitheim) vor Miriam Backer (TSV Zirndorf) und Elisa Dangl (LG Würm Athletik). Hätte Müller diese Zeit früher gebracht, wäre sich mit großer Wahrscheinlich für die deutsche 4 x 400-Meter-Staffel bei der U 20-EM in Borås nominiert worden.

Ebenfalls zwei bayerische Einzeltitel mit nach Hause nehmen durfte Vanessa Neubauer (FC Aschheim). Am Samstag setzte sich die junge Aschheimerin zunächst in einem engen Zieleinlauf im 800-Meter-Finale vor Susanne Brünnig (LG Landkreis Kelheim) und Marie Hedrich (MTV 1881 Ingolstadt) durch, am Sonntag ließ Neubauer dann den Sieg im Dreisprung folgen und lieferte damit einen beeindruckenden Nachweis ihrer Vielseitigkeit ab. Dahinter freuten sich Ina Schlitt (TSV Gräfelfing) und Pia Gutsmiedl (TuS 1880 Pfarrkirchen) über Silber, respektive Bronze.

Als dritte beayerische Doppel-Meisterin in der weiblichen U 20 durfte sich auch Selina Dantzler feiern lassen. Die Athletin LG Stadtwerke München, die nur knapp an einer Nominierung für die Jugendkontinentalmeisterschaften vorbeigeschrammt war, dominierte erwartungsgemäß die Wurfwettbewerbe und sicherte sich überlegen Gold im Kugelstoßen (14,56 Meter) und Diskuswurf (44,73 Meter). Die weiteren Medaillen gingen im Kugelstoßen an Mehrkämpferin Angela Stockert (SpVgg Auerbach) und Zoe Brock (TSV Zirndorf), im Diskuswurf an Alexandra Maier (FC Aschheim) und Verena Koinzer (DJK Memmingen).

Wie bei Meisterschaften üblich sahen die Zuschauer im Rosenaustadion spannende Duelle auf den Laufstrecken, so auch im 1500-Meter-Wettbewerb der U 20. Hier ging der Sieg in neuer bayerischer Jahresbestleistung an Johanna Beck (LG Karlstadt-Gambach-Lohr), die sich im Schlussspurt gegen die Angriffe von Lisa Basener (LG Telis Finanz Regensburg) und Susanne Brünnig (LG Landkreis Kelheim) erwehren konnte. Am Tag zuvor hatte Basener bereits mit großen Abstand Gold vor Johanna Borris (MTV 1881 Ingolstadt) und Lara Holzmer (TSV Ismaning) über die 3000 Meter geholt, nun musste sich die Regensburgerin mit Silber zufriedengeben. Brünning indes sicherte sich nach Silber über die 800 Meter ebenfalls ihre zweite Medaille an diesem Wochenende.

Eine klare Sache auch die Siege von Miriam Backer in den Hürdenwettbewerben. Die Athletin des TSV Zirndorf legte im 100-Meter-Hürden-Wettkampf über eine halbe Sekunde zwischen sich und ihre engsten Verfolgerinnen, namentlich Emily Schuster (SpVgg Auerbach/Streitheim) und Anja Stephan (TV Hauzenberg), und siegte ebenso komfortabel auf den 400 Meter Hürden mit fast fünf Sekunden Abstand zu Silbermedaillengewinnerin Michaela Koelbl (TSV Penzberg) und Anna Schwarzkopf (TV 1884 Marktheidenfeld), die als Dritte über die Ziellinie lief.

Einen gelungenen Formtest für die anstehenden Europameisterschaften in Schweden lieferte Elisabeth Hafenrichter (LG Stadtwerke München) im Speerwurf ab, wo sie erneut die 50 Meter-Marke übertreffen konnte und bis zu einen Meter an ihre Bestweite herankam (50,43 Meter). Dahinter erkämpfte sich Elina Nebl (TSV Plattling) in guten 43,64 Metern den Silberrang, Bronze ging an die LG Fichtelgebirge und Sydney Hollering.

Einen weiteren Titel für die LG Stadtwerke München ersprang sich Julia Zintl, die im Stabhochsprung tolle 3,80 Meter überflog und die ebenfalls gut aufgelegte Konkurrenz, angeführt von Sophie Sachsenhauser (SWC Regensburg) und Carolin Baur (TSV Gräfelfing; beide 3,60 Meter), in die Schranken wies. Ebenfalls hoch hinaus ging es für Anna Latzko (LG Landkreis Roth), die sich mit übersprungenen 1,68 Metern über ihren ersten bayerischen Meistertitel im Hochsprung freuen konnte. Antonia Sörgel (LAV Hersbruck) genügten 1,65 Meter zur Silbermedaille, Bronze gab es für 1,62 Meter an gleich zwei Athletinnen, Luisa Felix (LAC Quelle Fürth) und Rabea Pfleger (ATS Mitterteich). Im Weitsprungwettbewerb flog Emily Schuster /SpVgg Auerbach/Streitham) mit 5,54 Metern am weitesten, Christina Wiesinger (LG Festina Rupertiwinkel) kam auf den Silberrang, auf Rang drei bewies Stabhochsprungsilbermedaillengewinnerin Sophie Sachsenhauser erneut ihr Sprungtalent.

Männliche U 20

Hier gelang mit Lukas Moser (LG Stadtwerke München) nur einem Athleten das Kunststück eines Doppelerfolgs. Erst setzte sich Moser standesgemäß mit neuer Bestweite (14,41 Meter) im Dreisprung vor Vereinskollege Jannis Leisching und Martin Metzger (LG Landkreis Kelheim) durch, am Sonntag siegte Moser dagegen eher überraschend im Weitsprung. Weitengleich (7,17 Meter) verdrängte er seinen stärker einzuschätzenden Trainingspartner Yannick Wolf aufgrund des besseren zweiten Versuchs auf Rang zwei. Hinter dem Duo der LG Stadtwerke München flog Leon Khavvam (LAC Quelle Fürth) zu Bronze.

Ebenfalls einen Sieg für die LG Stadtwerke München gab es im 100-Meter-Lauf, in dem 400 Meter-Spezialist Vincente Graiani sich die Sprintkrone aufsetzte. An seinen glatten 11,00 Sekunden gab es in Augsburg kein Vorbeikommen, auch nicht für den Zweitplatzierten Jakob Matauschek, der in 11,13 Sekunden den Doppelsieg der LG SWM perfekt machte und Bronzemedaillengewinner Maximilian Fischer (MTV 1881 Ingolstadt; 11,16 Sekunden). Auf der doppelten Distanz lieferte Christoph Callegari (LG Würm Athletik; 22,16 Sekunden) im Finale das schnellste Rennen ab und wurde dafür mit dem Titel und Gold belohnt. Für Matauschek gab es dahinter die zweite Silbermedaille des Wochenendes, die er sich allerdings mit Carlos Schirmer (LG Stadtwerke München) teilen musste, der sich auf die Tausendstel genau zeitgleich ins Ziel geworfen hatte. Auf der Stadionrunde konnte mit Linus Wiedenbauer (LG Stadtwerke München) ein Sprinter unter der 50 Sekunden-Marke bleiben (49,90 Sekunden), dahinter reihten sich René Zapel (LuT Aschaffenburg) und Nick Albrecht (TV 1884 Marktheidenfeld) ein.

Auf den 800 Metern musste sich Paul Feuerer (1. FC Passau) knapp Julian Öchsl (LG Telis Finanz Regensburg) im Kampf um den bayerischen Meistertitel geschlagen geben, auf den 1500 Metern aber war Feuerer tags darauf nicht zu schlagen und verwies Jan Lefert (LAC Quelle Fürth), der schon auf den 800 Metern Bronze geholt hatte, und Julian Dornmehl (LG Region Landshut) auf die Plätze zwei und drei. Auf der doppelten Distanz lief Tobias Ulbrich (LG Region Landshut) ein einsames Rennen an der Spitze und verpasste am Ende nur knapp eine Zeit unter neun Minuten (9:00,41 Minuten). Auf Rang zwei kam Frank Schneider (LG Passau), der wiederum einen respektablen Vorsprung gegenüber Rang drei und Julian Dornmehl (LG Region Landshut) herauslaufen konnte.

Schnellster Bayer im Hürdenwald war Nick Albrecht (TV 1884 Marktheidenfeld), der sich in einem ausgeglichenen Finale den Titel schnappte. Dahinter schob sich in einer Hundertstel- Entscheidung Laurenz Schmid (TV 1861 Amberg) knapp vor Jonas Tenbrink (LG Stadtwerke München) ins Ziel, der mit Bronze vorliebnehmen musste. Auf den Langhürden dagegen wurden alle drei Teilnehmer mit einer Medaille für ihre Leistung belohnt. Gold ging an Jan Niklas Kulms (TSV Dinkelsbühl), der in ansprechenden 54,95 Sekunden nicht zu schlagen war, die weiteren Ränge machten schließlich René Zapel (LuT Aschaffenburg) auf Rang zwei und Lokalmatador Godo Kurten (LG Augsburg) unter sich aus.

Großer Jubel war in Augsburg auch von der Hochsprunganlage zu vernehmen, als dort Filip Hofmann (TV 1860 Ansbach) erstmals die Zwei-Meter-Marke mit einem sauberen Sprung über die Latte bei 2,02 Meter überfloppte. Dahinter reihte sich mit Philipp Reß (LA-Team Alzenau) auf Rang zwei ein weiterer Zwei-Meter-Springer ein. Diesmal reichten Reß aber 1,96 Meter zur Silbermedaille. Für Rang drei musste Chris Baumann (LG Landkreis Roth) 1,83 Meter überspringen. Im Stabhochspruch genügten Leonard Neuhoff (TSV 1880 Wasserburg) bei nur zwei Teilnehmern diesmal glatte 4,00 Meter zur Goldmedaille. Moritz Geldhäuser (SWC Regensburg) durfte sich die Silbermedaille umhängen lassen.

Etwas unter seinem in dieser Saison bereits gezeigten Leistungsniveau blieb im Kugelstoßen Amadeus Waluga (LG Stadtwerke München). Der junge Münchner zeigte aber eine konstante Serie und musste mit 15,61 Metern noch nicht sein oberstes Leistungspotential ausschöpfen, um David Wiertz (TuS 1880 Pfarrkirchen) und Philipp Heidenfelder (TV 1881 Marktheidenfeld) auf die Plätze zu verweisen. Wenige Stunden später holte sich Wiertz wiederum noch den Titel im Diskuswurf. Knapp geschlagen ging die Silbermedaille an Tobias Plank (TSV Plattling). Auf Rang drei kam Jonas Kempinger (LG Augsburg). Den Sieg im Speerwurf holte sich mit 60,51 Meter im ersten Versuch Paul Pöllmann (SC Eschenbach), auf Rang zwei konnte zudem Laurenz Waldbauer (TSV Vilsbiburg; 60,22 Meter) die 60 Meter übertreffen. Bronze gab es für 55,97 Metern und Viktor Ertelt (LAC Quelle Fürth).

Weibliche U 18

Starke Sprintzeiten gab es auch in der weiblichen Jugend U 18 zu beobachten. Top war dabei Viola John. Die junge Athletin von der LG Stadtwerke legte die 100 Meter Hürden in rasanten 13,93 Sekunden zurück und bekam dafür den seit 2015 verliehenen Hartmut-Schweitzer-Wanderpreis für die stärkste Sprintleistung des Meisterschaftswochenendes im Jugendbereich aus den Händen von BLV-Vizepräsident Sport Reinhard Köchl überreicht. Knapp geschlagen geben mussten sich die Zweitplatzierte Michelle Frank (FC Aschheim; 13,96 Sekunden) und auch Naomi Krebs (LG Bamberg) konnte in 13,99 Sekunden unter der Schallmauer von 14 Sekunden bleiben. Diesen Leistungen in nichts nach stand das Sprintdouble von Mara Barwitzki (LG Eckental), die in starken 12,01 Sekunden zunächst auf den 100 Meter die Nase vorn hatte und auf den 200 Meter das nächste Gold folgen ließ. Jeweils Silber ging an Naomi Krebs (LG Bamberg) und Elena Gust (LG Wolfstein), Bronze holte sich auf den 100 Metern Hürdensiegerin Viola John und auf den 200 Metern Eileen Bayer (TuS Bad Aibling).

Auf der Stadionrunde lieferten sich Emelie Hense (LG Sempt) und die 400-Meter-Hürden-Siegerin Lara Holzhauer (TuS Geretsried) ein packendes Duell mit dem besseren Ende für Hense. Hinter dem Duo reihte sich Eva Dorsch (LG Bamberg) ein. Die weiteren Medaillen auf den 400 Meter Hürden gingen indes an Nele Göhl (LG Eckental) und Susanne Göbel (MTV 1881 Ingolstadt). Ebenso spannend der 800-Meter-Wettbewerb, den Nele Göhl für sich entschied. Knapp geschlagen geben mussten sich Dunia Tikniouine (LG Stadtwerke München) und Lisa Lankes (SWC Regensburg).

Die frischgebackene deutsche U 16-Meisterin über 800 Meter, Julia Rath (TSV Penzberg), entschied die 1500 Meter vor Emma Heckel (TSV Katzwang 05) und Dunia Tikniouine für sich, Magdalena Mayerhofer (TSV Mühldorf) die 3000 Meter. Dahinter kamen Fiona Förster (TSV Katzwang) und Nora Aits (1.FC Passau) ins Ziel.

Ähnlich wie Hafenrichter in der U 20 lieferte Luisa Tremel (TSV 1909 Gersthofen) einen gelungenen Formtest für die in Baku (Aserbaidschan) stattfindenden EYOF ab. Die 17-jährige überflog starke 1,75 Meter im Hochsprung und musste sich zudem im Speerwurf nur Anna Güthlein (LG Bamberg) geschlagen geben. Hinter Tremel gab es für jeweils 1,67 Meter Silber und Bronze für Luisa Fischer (TV Bad Kötzting), die mit Bronze ebenfalls eine Medaille im Speerwurf mit nach Hause nehmen durfte, sowie Paula Sophie Pompino (LG Würm Athletik).

Im Stabhochsprung durfte sich mit Chiara Sistermann (TSV Gräfelfing) ebenfalls eine gerade gekürte Deutsche U 16-Meisterin über übersprungene 3,75 Meter und Gold in de U 18 freuen. Neben ihr auf dem Podium: Lena Zintl (LG Stadtwerke München) auf Rang zwei und Sarah Berghammer (LG 90 Ebersberg-Grafing) auf dem Bronzerang. Im Weitsprung konnte Mara Barwitzki über die dritte Medaille des Wochenendes jubeln. Für die Athletin der LG Eckental gab es Silber hinter Hochsprung-Silbermedaillengewinnerin Luisa Fischer und vor Hürdensprinterin Michelle Frank (FC Aschheim). Frank holte schlussendlich mit Silber im Dreisprung ihre dritte Medaille des Wochenendes, Bronze ging beim Sieg von Maria Will (LAG Mittlerer Isar) an Miriam Dreher (SV Untermeitingen).

Im Wurfbereich gab es wie so oft in den vergangenen Jahren kein Vorbeikommen an Cassandra Bailey (LG Stadtwerke München), die den Kugel- und Diskuswettbewerb dominierte. Dahinter brachte sich mit Silber im Kugelwettbewerb und Bronze mit dem Diskus die noch in der U 16 startberechtigte Trainingspartnerin von Bailey, Julika Marie Bonewit (LG Stadtwerke München), in Stellung. Im Diskus komplettierte Antonia Helene Schulze den Münchner Dreifachtriumph, im Kugelstoßen konnte lediglich Jule Aigner als Dritte die Phalanx der jungen Wurftalente aus de Landeshauptstadt durchbrechen.

Als schnellste Staffel im Rosenaustadion präsentierte sich das Team der StG MTV Ingolstadt-Hammelburg (Heid, Weigand, Lukaschewitsch, Eich) vor dem Quartett der LG Region Landshut und dem TV Bad Kötzting.

Männliche U 18

Den dritten Doppelsieg des Wochenendes in den Sprintdisziplinen in  der Jugend sahen die Zuschauer in der männlichen U 18, wo sich Tibor Revfalvi (LG Stadtwerke München) in glatten 11,00 Sekunden über die 100 Meter knapp gegen Vereinskamerad Vincent Saller (11,04 Sekunden) und Maximilian Lohwasser (LG Würm Athletik) durchsetzte. Sonntag schließlich war Revfalvi auch über die 200 Meter nicht zu schlagen. Ihm am nächsten kamen Eddie Reddemann (TSV Vaterstetten) und erneut Maximilian Lohwasser, der sich damit das zweite Mal die Bronzemedaille umhängen lassen durfte.

Nach fast 400 Tagen Verletzungspause meldete sich Alessandro Rastelli (LG Stadtwerke München) in Augsburg wieder auf der Bahn zurück. Der deutsche U 16-300-Meter-Rekordhalter spurtete die 400 Meter in respektablen 50,96 Sekunden. Silber durfte Tobias Sonneck (LG Würm Athletik) entgegennehmen, auf den Bronzerang lief Nico Schraut (TV 1881 Marktheidenfeld). Über zwei Stadionrunden konnten mit dem neuen Bayerischen Meister Jakob Stade (Kissinger SC) und Vizemeister Maximilian Berger (TuS Bad Aibling) zwei Athleten unter zwei Minuten bleiben, und auch der Drittplatzierte Luk Jäger (TSV Penzberg) schrammte nur knapp an der Marke vorbei. Jäger drückte keine 24 Stunden später dem 1500-Meter-Finale seinen Stempel auf, indem er den aufkommenden Finn Hösch (LG Stadtwerke München) und Felix Gramelsberger (SC Ainring) auf die Plätze verwies. Gramelsberger siegte dann wiederum vor Hösch auf den 3000 Meter. Das Podest komplettierte auf Rang drei in diesem Rennen Tobias Prater (LG Allgäu).

Neuer Bayerischer Meister im Hürdensprint darf sich auch Sascha Babel nennen. Der Athlet der LG Landkreis Roth siegte in guten 14,34 Sekunden vor Christian Lino Tomepke (LAC Quelle Fürth) und Niklas Hofmann (TSV 1860 Ansbach), die ebenfalls beide noch deutlich unter 15 Sekunden blieben. Babels Pedant auf den Langhürden heißt Finn Karas (LG Eckental), der vor Niclas Freudenblum (LG Stadtwerke München) und Sebastien Döring (LAC Quelle Fürth) ins Ziel kam.

Der Bayerische Zehnkampfmeister Roman Jocher (TSV Königsbrunn) sicherte sich auch in der Einzelwertung zwei Medaillen: mit 1,92 Metern Silber im Hochsprung hinter Florian Roth (TSV Vaterstetten; 1,95 Meter) und vor Elias Hammouche (SWC Regensburg), sowie Bronze im Stabhochsprung, höhengleich mit 4,00 Meter mit Silbermedaillengewinner Maximilian Riedl (TSV 1862 Erding), aber deutlich hinter Leonhard Wegener (DJK Aschaffenburg), der sich mit 4,25 Metern den Sieg holte.

Zufrieden über seine gezeigte Leistung konnte auch Simon Batz (LG Landkreis Kehlheim) sein. Der junge Weitspringer flog im ersten Versuch gleich auf 7,11 Meter, gleichbedeutend mit der späteren Siegerweite. Dahinter entschieden Luca Pinter (SWC Regensburg) und Johannes Wieseinger (LG Festina Rupertiwinkl) den Kampf um Silber und Bronze für sich. Den Dreisprungtitel holte Sebastian Kottmann (LG Stadtwerke München). Auf dem Podest eingerahmt wurde er dabei von Nicolai Postruznik (TSV Vilsbiburg) und Timo Mühle von der LG Fichtelgebirge.

Im Kugelstoßen lieferten sich die Trainingspartner Dominik Idzan, Alexander Schaller und Joel Akuel (alle LG Stadtwerke München) ein mitreißendes Duell, dass schließlich Dominik Idzan mit einem Stoß auf 18,56 Meter im letzten Versuch für sich entscheiden konnte und damit nur knapp seine persönliche Bestmarke (18,57 Meter) verpasste. Dahinter auf Rang zwei schrammte Joel Akuel nur um Haaresbreite an den 18 Meter (17,99 Meter) vorbei, konnte sich aber mit dem Gewinn der Silbermedaille trösten. Der dritte Athlet im Bunde, Alexander Schaller, holte sich in 17,79 Metern Bronze und ließ in seiner eigentlichen Paradedisziplin, dem Diskuswurf, die Goldmedaille folgen. Gegen seine neue bayerische Jahresbestleistung von 55,33 Metern kam kein Werfer der Konkurrenz an. Hannes Gerl (TSV 1861 Mainburg) holte sich dahinter Silber, Bronze gab es für 45,50 Meter und Enrico da Cruz (LG Eckental).

Den weitesten Speerwurf des Tages lieferte Lukas Fey (LuT Aschaffenburg) mit einer Weite von 57,47 Metern ab. Knapp geschlagen musste sich Louis Sichelstiel (ESV Amberg; 56,49 Meter) mit der Silbermedaille zufriedengeben. Bronzemedaillengewinner Marc Wietasch (LG Fichtelgebirge) schrammte nur knapp an den 50 Metern vorbei (49,71 Meter).

Die Staffel der LG Stadtwerke München brachte nach 44,31 Sekunden in der Besetzung Wohlschläger, Saller, Ruzek und Kottmann den Stab sicher als Erstes ins Ziel und bekam dafür die Goldmedaille. Nur knapp dahinter sicherte sich der SWC Regensburg in 44,74 Sekunden Silber. Die Bronzemedaille ging an das Quartett der LAC Quelle Fürth.