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08.12.19 20:32 Alter: 173 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Laufsport
Von: Jörg Stäcker

Sprintcup Fürth: Julia Rath läuft drei Rekorde, Fabian Olbert und Viola John siegen im Dreikampf

Bayerns Toptalente sorgten bei Fürther Sprintcup für die Glanzlichter. Fabian Olbert und Viola John (beide LG Stadtwerke München) siegten beim hochwertig besetzten Sprintdreikampf, Julia Rath (TSV Penzberg) verbesserte gleich drei bayerische Hallenbestleistungen und Mona Mayer (MTV 1881 Ingolstadt) zeigte sich über 600 Meter nach ihrer Verletzung vom Sommer wieder gewohnt stark.


Gleich drei bayerische Rekorde über 1000 Meter in der Halle pulversierte Julia Rath beim Sprintcup in Fürth.

Fabian Olbert zeigte sich bereits in vielversprechender Form und gewann bei den Männern.

Für eine Überraschung sorgte Viola John, die sich gegen die zum Teil ältere Konkurrenz im Sprint-Dreikampf durchsetzen konnte.

Zwei schnelle junge Damen, ein ewiges Duell: Svenja Pfetsch (links) und Mona Mayer (rechts) standen sich über 150 Meter gegenüber.

Samuel Werdecker (links) und Adrian König-Rannenberg (Zweiter von rechts) holten sich die Siege über 600 beziehungsweise 1000 Meter. Foto: Theo Kiefner, Thomas Barwitzki

Es war in der Spitze ein spannender Kampf um den Gesamtsieg aus 30 Meter fliegend, 60 Meter und 150 Meter. Verantwortlich dafür waren Bayerns Sprint- und Hürdenprotagonisten, die zum Auftakt der Hallensaison bereits einige Duftmarken setzen konnten. So verteidigte Fabian Olbert nicht nur seinen Sieg aus dem Vorjahr, sondern war über 60 Meter (6,85 Sekunden) und 150 Meter (16,36 Sekunden) auch schneller als vor zwölf Monaten an selber Stelle unterwegs. Die 30 Meter fliegend waren beim Staffeleuropameister in 2,84 Sekunden identisch 2018.

Auf Platz zwei und drei gab es mit dem zukünftigen Fürther Jonas Hügen (TSV Hemhofen) und Eddie Reddemann (TSV Vaterstetten) zwei Aufsteiger der gerade erst begonnenden Hallensaison. Auf Rang vier der frühere Deutsche Jugendhallenvizemeister Christopher Löffelmann (LG Erlangen). Der noch der U 18 angehörige Reddemann blieb dabei über 60 Meter genau wie der gleichaltrige Sascha Babel (LG Landkreis Roth) unter der Qualifikation für die deutschen Jugendhallenmeisterschaften in Neubrandenburg.

In der U 16, die nur die beiden kurzen Sprintstrecken zu bewältigen hatten, machte mit dem erst 13-jährigen Sieger Fabius Schmitt (3,17 Sekunden, 7,45 Sekunden) das nächste Sprinttalent der LG Bamberg auf sich aufmerksam. Silber und Bronze gingen an Cornel Doering (TG 48 Würzburg) und gemeinsam Fabio Vitalini (LAC Quelle Fürth) und Damian Haag (Vfl Nürnberg).

Bei den Damen überraschte die noch junge Viola John (LG Stadtwerke München, Jahrgang 2003). Im vergangenen Jahr an selber Stelle noch mit 3,41 Sekunden (30 Meter fliegend) und 8,19 Sekunden (60 Meter) geführt, waren es dieses Mal 3,23, 7,76 und 18,27 Sekunden über 150 Meter. Dies bedeutete Rang eins im Dreikampf hauchdünn vor U 20-EM-Bronzemedaillengewinnerin Svenja Pfetsch (SC Vöhringen), die auf 3,30, 7,73 und 18,29 Sekunden kam. Auch dahinter ging es eng zu. Allrounderin Mara Barwitzki (LG Eckental) auf Rang drei und Hürdenspezialistin Katharina Winkler (LG Erlangen) auf Rang vier schenkten sich dabei nichts. John, Pfetsch und Barwitzki erfüllten über 60 Meter selbstredend die Norm für die nationalen Jugendtitelkämpfe unter dem Hallendach.

Im Sommer zur Schüler-DM könnte es auch U 16-Siegerin Lea Hergenröther (LAC Quelle Fürth) schaffen. Nach 3,41 und 8,10 Sekunden lag die 14-Jährige vor Lina Bachmann (LAG Mittlere Isar) und Chidinma Sophia Eze (LAC Quelle Fürth).

Nicht nur im Freien, sondern auch unter dem Hallendach fühlt sich Julia Rath (TSV Penzberg) wohl. Die Nürnberger Sportschulenschülerin markierte über 1000 Meter eine neue bayerischen Hallenbestleistung. In 2:50,92 Minuten war die 15-jährige Deutsche U 16-Meisterin nicht nur schneller als die bisherige U 16 Marke von 2:59,10 Minuten, sondern blieb auch sensationell unter den Hallenbestmarken der U 18 und U 20, die bei 2:55,99 Minuten standen.

Direkt vor ihr lief Frauensiegerin Kerstin Hirscher (LAC Quelle Fürth) in 2:49.68 Minuten über die Ziellinie. Sie war dabei fast zehn Sekunden flotter als im Vorjahr und freut sich auf die deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig. „Absoluter Winter-Höhepunkt ist für mich die deutsche Hallenmeisterschaft. Da starte ich über 1500 Meter“, verriet die zweifache DM-Finalistin , die auf neue persönliche Bestzeiten hofft.

Bei den Männern war mit Adrian König-Rannenberg (LSC Höchstadt/Aisch) der Favorit der Sieger. Mit 2:30,52 Minuten hatte er eine knappe Sekunde Vorsprung vor Johannes Ehrhardt (LAG Mittlere Isar) und Martin Weinländer (LSC Höchstadt). In der Jugendklasse zeigten sich der U 18-Sieger Paul Fischer (LAC Quelle Fürth, 2:43,83 Minuten) vor Trainingskamerad Milan Schmidt (2:47, 35 Minuten) stark verbessert. Mit Tim Miehling, LG Neumarkt-Freystadt, 2:54,79 Minuten, wächst ein neues Talent in der M 14 heran.

Nach den drei Rennen über 1000 Meter gab es auch bei den sechs Entscheidungen über 600 Meter schnelle Zeiten. Gerne wäre 1000-Meter-Sieger Adrian König-Rannenberg auch über die drei Runden vorne gewesen, doch einer der stärksten bayerischen 400-Meter-Asse hatte am Ende die höhere Endgeschwindigkeit. In 1:23,73 Minuten hieß der Sieger Samuel Werdecker (MTV 1881 Ingolstadt). Nach König-Rannenberg (1:24,01 Minuten) kamen mit Vincente Graiani (LG Stadtwerke München, 1:24,45 Minuten) und Andreas Kölbl (TSV Penzberg, 1:24,56 Minuten) schon die nächsten Experten der Stadionrunde ins Ziel.

Bei den Damen war Mona Mayer (MTV 1881 Ingolstadt) die herausragende Langsprinterin. In 1:32,78 Minuten war die voll im Abitur steckende Sprinterin nach ihrer Verletzung aus den Sommer schon wieder so schnell wie 2018 und bot vorher über 150 Meter bereits eine 18,50 Sekunden an. Mit Nele Göhl (1:37, 43 Minuten), Sophie Ochmann (1:38,01 Minuten; beide LG Eckental) und Fiona Förster (1:38,33 Minuten; TSV Katzwang) machten drei aufstrebende U 18-Mädchen die Ränge unter sich aus.