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16.09.20 11:49 Alter: 36 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Laufsport, Oberpfalz
Von: LG Telis Finanz Regensburg

Regensburger Trio schafft in Frankfurt Quali für Halbmarathon-WM und muss trotzdem noch bangen

Eigentlich hatte das Regensburger Halbmarathon-Trio Miriam Dattke, Simon Boch und Konstantin Wedel von der LG Telis Finanz die Bedingungen für die Teilnahme bei den Weltmeisterschaften auf dieser Strecke bereits im Februar in Barcelona abgehakt. Dann kam Corona. Die WM in Polen wurde auf den 17. Oktober verschoben, die noch sechs freien Plätze für das deutsche Team mussten mit neuen Nominierungsrichtlinien gefüllt werden.


Nach Verletzungspause in Frankfurt wieder in bestechender Form: Miriam Dattke (links). Foto: Boch

Miriam Dattke und Simon Boch, die ursprünglich nur ein Qualirennen über zehn Kilometer am 26. September in Berlin ableisten sollten, demnach bis zum 20. September ein Trainingslager in Sankt Moritz geplant hatten und das auch durchzogen, mussten unverrichteter Dinge wenige Tage vor dem Frankfurt-Start ihre Pläne umdisponieren und aus dem vollen Training heraus am Samstag vor dem Rennen nach Frankfurt anreisen.

Die drei Regensburger jedoch erledigten das Unmögliche mit Bravour. „Anfangs hatte ich verdammt harte Beine, dann habe ich den Lauf verwaltet und am Ende ganz einfach meinen Qualiplatz in 1:04:28 gesichert“, sagte ein sichtlich zufriedener Simon Boch im Ziel.

Auch Miriam Dattke kochte auf den letzten fünf Kilometern die einzige Konkurrentin um den noch freien WM-Platz, Katharina Steinruck, mit sehenswerten 1:12:03 Stunden souverän ab. „Gegen die am Ende siegreiche Melat Kejeta war mir von Vornherein klar, keine Chance zu haben. Letztendlich reichte aber mein Vorsprung von 20 Sekunden, um die WM-Nominierung klarzumachen. Für mich war es eine absolute innere Genugtuung nach der langen Wettkampfpause so wieder zurückzukommen“, berichtete eine überglückliche Miriam Dattke im Ziel.

Für Konstantin Wedel lief die Sache verständlicherweise nicht wie geschmiert. Mit zwei Wochen Training in den Beinen zeigte er beachtliche 1:05:25 Stunden, lag damit elf Sekunden vor seinem Team-Kollegen Erik Hille, kam aber nur als elftbester Deutscher ins Ziel. Sein Vorteil: Alle vor ihm einkommenden nationalen Gegner waren nicht in Besitz der für die Weltmeisterschaften notwendigen Zeit von unter 1:04:00 Stunden. Jetzt hofft der Regensburger mit Hausrekord von 1:03:28 trotzdem auf eine Nominierung, um als fünfter Mann fürs deutsche Team nach Polen fahren zu können.