Bayerischer Leichtathletik-Verband e.V.


Leichtathletik

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22.07.10 11:22 Alter: 10 Monat(e)
Kategorie: Leichtathletik, Jugend / Schüler
Von: Philipp Gretz

Der Weg nach Berlin führt über Ingolstadt – und nicht an den starken Bambergern vorbei

Es war ein heißer Tag im MTV-Stadion in Ingolstadt. Doch das lag nicht nur an den sommerlichen Temperaturen, sondern vor allem an den herausragenden Leistungen von 48 bayerischen Schulen beim diesjährigen Landesfinale des Schulsportwettbewerbes „Jugend trainiert für Olympia“.


Der 20. Juli sollte ein kein normaler Dienstag im schönen Ingolstädter Sommer sein. Er wurde zum Showdown der bayerischen Schulleichtathletik im Landesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ der besten Sportler im Dienste ihrer Schule. In den verschiedenen Disziplinen sammelten Jugendliche von zwölf bis 17 Jahren fleißig Punkte und erreichten auch viele persönliche Bestleistungen. Die 576 Athleten, die in drei Wettkampfklassen bei Mädchen und Jungen eingeteilt wurden, konnten sich jeweils in drei Disziplinen mit ihren Gegnern messen und so den Vorrücker in das große Bundesfinale ermitteln. Zum 27.Mal fand das Leichtathletik-Landesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ statt.

An die Anfänge des Landesfinals kann sich die Sportabteilung im Bamberger Dientzenhofer-Gymnasium gut erinnern. Deren sportlicher Leiter Werner Mönius sicherten sich seit Beginn der Aufzeichnungen durchgängig einen Platz unter den ersten drei Schulen einer Wettkampfklasse. Dieses Jahr erkämpften sie sich einen der vier möglichen Siegerplätze (WK II Jungen) und zogen so weiter nach Berlin zum Vergleich der Bundesländer. Das Clavius-Gymnasium in Bamberg war der Abräumer an diesem Finaltag und kletterte mit zwei Siegen (jeweils WK III bei Jungen und Mädchen) auf den sportlichen Everest. In der Wettkampfklasse II der Mädchen gewann das König-Karlmann-Gymnasium aus Altötting mit hervorragenden Einzelleistungen.

Begleitet wurden die Schulen aus den sieben Regierungsbezirken zuzüglich der Landeshauptstadt München, von jeweils zwei Betreuern, welche zum Großteil Sportlehrer sind, aber auch Vereins- oder gar BLV-Trainer zu gegen waren. So konnte man Helmuth Vetter (BLV-Trainer Sprint AK 16) , Peter Müller (BLV-Stützpunkttrainer Mehrkampf und Sprung) oder dem BLV-Schulsportbeauftragten Uli Lortz über den Weg laufen.

Unterstützt wurde die Wettkampfleitung von Profis aus der Zeitmessung, welche bei großen Landesmeisterschaften ebenfalls für Recht und Ordnung sorgen. Neben den geprüften Kampfrichtern waren Soldaten der lokalen Bundeswehrkaserne oder heimische Kollegiaten im Einsatz, die sich mit Engagement beispielsweiße für die Weitenmessung oder Protokollführung bereitgestellt hatten. Die Wettkampfleitung lag in den bewährten Händen von Karl Eberle, Abteilungsleiter beim heimischen MTV 1881 Ingolstadt.

Als Hauptpreis war natürlich die Qualifizierung für das begehrte Bundesfinale in Berlin zu gewinnen und für diese vier Schulteams gab es  auch einen Vorbereitungslehrgang des BLV zu ergattern. Dieses Privileg wurde vom BLV-Team-Leiter Sprung Roland Fleischmann vergeben und findet kurz vor dem Bundesfinale an der Sportschule Oberhaching statt.

Alle Ergebnisse sind unter der Website der „Bayerischen Landesstelle für Schulsport“ www.laspo.de nachzulesen.

Wir wünschen allen bayerischen Teilnehmern beim Bundesfinale in Berlin viel Erfolg!