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05.08.20 17:01 Alter: 77 Tag(e)
Kategorie: Top Stories, Leichtathletik, Leistungssport, Wettkampfsport, Jugend / Schüler, Oberbayern
Von: LG Stadtwerke München/Reinhard Köchl

U 18-Stabhochspringerin Lena Zintl mit 4,12 Meter Europas Nummer eins

Die erst 16-jährige Stabhochspringerin Lena Zintl (LG Stadtwerke München) hat am Samstag beim „G-Town jumps“ auf dem Sportgelände des Gräfelfinger Kurt-Huber-Gymnasiums 4,12 Metern übersprungen. Damit setzt sie sich an die Spitze der aktuellen deutschen und europäischen U 18-Jahresbestenliste. Im Bezirk Oberbayern hat niemals zuvor eine Springerin der Altersklassen U 18 oder U 20 diese Höhe überquert.


4;12 Meter: Lena Zintl konnte ihre neue europäische Jahresbestleistung in der U 18 nicht fassen.

Auch für Lilly Samanski geht es immer höher. In Gräfelfing erklomm sie die Spitze der deutschen U 16-Bestenliste. Fotos: Theo Kiefner

Auch dahinter gelangen der erst 14-jährigen Lilly Samanski (TSV 1862 Erding) und der 15-jährigen Chiara Sistermann (TSV Gräfelfing) mit jeweils 3,82 Meter Spitzenhöhen. Samanski setzte sich damit in ihrer Altersklasse W 15 ebenfalls auf Position eins der aktuellen DLV-Bestenliste.

Erst eine Woche zuvor  war Lena Zintl in Waiblingen in die coronabedingt verspätete Wettkampfsaison eingestiegen. Mit einer Höhe von 3,90 Metern knüpfte die deutsche Schülermeisterin von 2018 prompt an ihre Hallenbestleistung aus dem Februar an. Um ein Haar hätte ihr Wettkampf in Gräfelfing bei 3,92 Metern geendet. Erst im dritten Versuch überwand sie diese Höhe zu einer zwischenzeitlichen neuen Bestleistung. Damit sollte an diesem Tag jedoch noch lange nicht Schluss gewesen sein. Zintl nutzte die nahezu perfekten Wettkampfbedingungen, um 4,02 Meter im ersten Anlauf, 4,07 Meter im zweiten und 4,12 Meter wiederum im Erstversuch zu nehmen. Erst bei der nächsten aufgelegten Höhe von 4,22 Meter war für die 1,66 Meter große Athletin Schluss.

Trainer und Vater Bernhard Zintl zeigte sich mit dem Wettkampfergebnis seiner Tochter vollends zufrieden: „Es war ein sehr guter Wettkampf bei nahezu optimalen Bedingungen und der notwendigen Portion Glück bei 4,12 Metern. Ich sehe es als Lohn für die zum Teil harte Arbeit, vor allem unter dem Corona-Einfluss. Dass die Vier-Meter-Marke geknackt werden könnte, war absehbar. Aber die weitere Steigerung ist schon sehr erfreulich.“ Dass in Gräfelfing noch eine Reihe weiterer Springerinnen und Springer mit persönlichen Bestleistungen gefielen, bestätigt Zintls Eindruck von einem „tollen Event“, wofür Chef-Organisator Matthias Schimmelpfennig (nicht zum ersten Mal) ein großes Lob gebührt.

Lena Zintls zwei Jahre ältere Schwester Julia, die in der U 20-Altersklasse startberechtigt ist, steigerte sich aus kurzem Anlauf gegenüber ihrem Saisoneinstieg in der Vorwoche ebenfalls. 3,52 Meter standen letztendlich für sie zu Buche. Auch Lukas Radis (TSV Gräfeling) beendete den Wettkampf mit einem neuen Hausrekord. Dieser steht nunmehr bei 4,42 Meter.